VCW

4:0 und 2:2: Gelungene Testspiele gegen Erfurt am Wochenende 

(SG / Wiesbaden / 13.09.2020) Am vergangenen Freitag und Samstag hat der VC Wiesbaden zwei weitere Testspiele in Vorbereitung auf die Saison 2020/2021 bestritten. Zu Gast in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit waren die Ligakonkurrentinnen von Schwarz-Weiß Erfurt. 

Beim ersten Spiel am Freitagabend konnte sich der VCW glatt mit 4:0 (25:20; 25:15; 25:19; 25:21) durchsetzen. Erstmals standen mit den Außenangreiferinnen Marijeta Runjic und Libera Justine Wong-Orantes die beiden Neuzugänge nach den Verletzungen von Julia Wenzel und Lisa Stock auf dem Feld. Neben einer guten Leistung in der Annahme konnten insbesondere die Außenangreiferinnen überzeugen. Beim 2:2 (27:25; 23:25; 26:24; 18:25) am Samstag waren es hingegen die Diagonalangreiferinnen, die zuverlässiger punkteten. Außerdem standen in den vier Sätzen erfreuliche 12 Blockpunkte zu buche. 

VCW-Cheftrainer Christian Sossenheimer zieht ein positives Fazit aus dem Testspiel-Wochenende: „Die insgesamt acht Sätze gegen Erfurt haben uns für die Saisonvorbereitung sehr gutgetan. Am Freitag bei dem 4:0 haben die Abläufe schon sehr gut geklappt. Besonders die Annahme stand gut und hat uns so eine Reihe erfolgreicher Gegenangriffe eingebracht. Am Samstag hat nach der langen Trainingswoche am Ende etwas die Kraft gefehlt, was dann auch in Ordnung war.“ 

Justine Wong-Orantes freut sich über ihren gelungenen Einstand beim VCW: „Ich bin sehr froh, nach dem langen Flug und der Quarantäne jetzt endlich beim Team zu sein und mitspielen zu können. Die Abstimmung auf dem Feld hat schon überraschend gut geklappt und es hat mir viel Spaß mit den anderen gemacht. Jetzt habe ich noch drei anstrengende Trainingswochen vor mir, bevor die Bundesliga endlich wieder startet.“ 

Das nächste und letzte Testspiel steht für den VCW am 24. September zu Hause gegen den VfB Suhl Lotto Thüringen an. Das erste Pflichtspiel der Saison 2020/2021 steigt am 4. Oktober beim USC Münster. 

DVV-Pokal-Achtelfinale: Der VC Wiesbaden trifft auf Suhl
(SG / Wiesbaden / 12.06.2020) Das Los hat entschieden: Die Volleyballerinnen des VC Wiesbaden reisen im Achtelfinale des DVV-Pokals der Saison 2020/2021 zum VfB Suhl Lotto Thüringen. Dies ergab die heutige Auslosung im VBL-Center in Berlin. Die Achtelfinal-Partien sollen planmäßig am 7. und 8. November 2020 stattfinden.
Durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind in dieser Saison nur die elf Teams der 1. Volleyball Bundesliga startberechtigt, wodurch sich der Modus einmalig ändert: vier Teams (Dresden, Stuttgart, Schwerin, Potsdam) sind bereits für das Viertelfinale gesetzt. Erfurt hat bei der Auslosung ein Freilos erhalten und ist ebenfalls bereits im Viertelfinale. Damit ergeben sich aus den restlichen sechs Teams folgende drei Achtelfinal-Partien:
Nawaro Straubing vs. Ladies in Black Aachen,
USC Münster vs. Rote Raben Vilsbiburg und
VfB Suhl Lotto Thüringen vs. VC Wiesbaden.
Da bereits sowohl der Spielbaum als auch die Heimspielrechte für alle Partien ausgelost wurden, steht bereits fest, dass der Sieger aus der Partie Suhl vs. Wiesbaden im Viertelfinale zu Hause auf den amtierenden Pokalsieger Dresdner SC trifft. Sollte es der VCW bis ins Halbfinale schaffen würde man hier auswärts auf den Sieger aus der Partie Schwerin gegen Straubing oder Aachen treffen.
VCW-Cheftrainer Christian Sossenheimer zeigt sich nach der Auslosung positiv gestimmt: „Auch wenn wir gerne ein Heimspiel gehabt hätten, können wir mit dem Los zufrieden sein. Suhl ist ein attraktiver Gegner, mit dem wir in den letzten Jahren stets spannende Duelle hatten. Eine zusätzliche Motivation ist natürlich das sichere Heimspiel gegen den amtierenden Pokalsieger Dresden, sollten wir ins Viertelfinale einziehen.“
Die Termine der einzelnen Runden in der Übersicht:
Achtelfinale: 7. – 8. November 2020
Viertelfinale: 25. – 26. November 2020
Halbfinale: 16. – 17. Dezember 2020
Finale: 20. Februar 2021 (SAP-Arena, Mannheim)

Klára Vyklická für eine weitere Saison beim VCW

Die neunte Spielerin für den Kader des Volleyball-Erstligisten VC Wiesbaden steht fest. Das Team geht mit der Tschechin Klára Vyklická in eine neue Spielzeit und erweitert die Mannschaft damit um eine erfahrene Mittelblockerin.

Klára Vyklická ist bereits seit sieben Jahren Nationalspielerin in der tschechischen Nationalmannschaft und hat 80 Länderspiele absolviert. Auch beim VCW kam sie in der Saison 2019/20 bei 15 von 20 Spielen zum Einsatz. Die 27-jährige hat im vergangenen Jahr vor allem mit Schnelligkeit und Dynamik überzeugt.

Dennoch ist sich Cheftrainer Christian Sossenheimer sicher, dass in Klára Vyklická noch einiges an Potenzial steckt: „Ich denke sie wird in ihrer zweiten Saison beim VCW noch mehr zeigen können, was in ihr steckt, da sie nun das Leistungsniveau der Bundesliga, den Verein und die Abläufe kennt. Wir werden weiter an Block und Aufschlag arbeiten. Da sie sehr fleißig ist, können wir hier auf jeden Fall noch ein paar Prozente rauskitzeln.“ Möglicherweise gelingt es ihr dann von Platz 22 auf eine Position unter den Top Ten der Liga bei den Blockpunkten aufzusteigen. Eine Leistungssteigerung ist laut Geschäftsführer Christopher Fetting gerade in Zukunft realistisch: „Vergangene Saison war die erste Auslandserfahrung von Klára. Das ist nicht immer einfach. Umso besser, dass sie sich für eine weitere Saison beim VCW entschieden hat, da sie sich nun eingelebt hat und sich zu hundert Prozent auf den Volleyball konzentrieren kann.“

Auch Klára Vyklická ist der Meinung, dass sie sich in den vergangenen Monaten an den Trainerstab und die Trainingsbedingungen gewöhnt hat. Aus diesem Grund hat sich die Mittelblockerin ein Ziel gesteckt: „Nächste Saison möchte ich auf jeden Fall besser werden, aus meinen Fehlern lernen und mich weiterentwickeln.“ Nach der abgebrochenen Saison 2020/21 ist die Vorfreude auf die kommenden Spiele umso größer. „Ich kann es kaum erwarten, bis die Saison wieder startet. Das Training, die Spiele und die großartigen Fans vermisse ich sehr und freue mich, das gesamte Team wiederzusehen“, sagt Klára Vyklická.

Tanja Großer bleibt dem VCW weiter treu

Die Dienstälteste des 1. VC Wiesbaden freut sich auf ihre nächste Spielzeit. Bereits seit 2012 ist Tanja Großer Stammspielerin beim VCW. In der kommenden Saison will die gebürtige Berlinerin gemeinsam mit dem Team mehr Kontinuität auf das Spielfeld bringen.

Mit der Weiterverpflichtung von Tanja Großer vervollständigt sich der Kader des VCW trotz der unsicheren Situation rund um Corona. „Wir bleiben weiterhin optimistisch und sind sehr froh, dass uns Tanja als erfahrenste Spielerin im Team erhalten bleibt“, so VCW-Teammanagerin Simona Kóšová, die in ihrer aktiven Zeit gemeinsam mit Tanja Großer auf dem Volleyballfeld stand.

Auch Cheftrainer Christian Sossenheimer ist überzeugt, dass die 26-Jährige durch ihre Erfahrung auch künftig einen großen Beitrag leisten wird: „Tanja ist auf ihrer Position für die Mannschaft kaum wegzudenken. Sie ist technisch top ausgebildet, hat ein unfassbar gutes Auge und antizipiert die jeweilige Spielsituation sehr gut.“ Das zeigt sich auch im Spielerranking der Bundesliga. Die 1,78 Meter große Außenangreiferin gewann in der vergangenen Saison drei Mal die goldene und vier Mal die silberne MVP-Medaille. Damit steht sie auf Platz sechs aller Spielerinnen der Liga und gehört zum Golden-Team der Saison 2019/20. Auch bei der Aufschlageffizienz ist Tanja Großer unter den Top Ten.

Trotzdem wird sie weiter an sich arbeiten. „Man lernt nie aus und deshalb ist für mich klar, dass ich mich auch in der kommenden Saison verbessern möchte. Ich freue mich schon auf die tolle Atmosphäre bei den Heimspielen“, zeigt sich Tanja Großer ehrgeizig. „Auch privat fühle ich mich in Wiesbaden sehr wohl – der VCW ist in den vergangenen acht Spielzeiten eine zweite Heimat für mich geworden“, so die Außenangreiferin weiter.

Mit Tanja Großer sind nun bereits acht Spielerinnen für die kommende Saison verpflichtet – weitere Gespräche laufen.

Anna Wruck wechselt aus Finnland zum VCW

Mit der Neuverpflichtung von Anna Wruck formt sich der Kader des VC Wiesbaden für die neue Saison weiter.

Die Mittelblockerin aus den USA wechselt aus der Mestaruusliiga, der finnischen 1. Liga, vom Club Pölkky Kuusamo nach Deutschland. „Zum einen habe ich mich für den VC Wiesbaden entschieden, weil mich die deutsche Liga schon immer begeistert hat“, so Anna Wruck. „Zum anderen habe ich von allen Seiten nur Gutes über den Verein gehört. Ich freue mich darauf, ein so engagiertes Trainer- und Spielerteam zu haben, mit denen ich zusammenarbeiten darf.“

Die 27-Jährige kommt mit großen Ambitionen zum VCW: „Ich hoffe, dass ich Erfahrung und Energie in das Team einbringen kann und dass wir alle daran arbeiten können, an die Spitze der Liga zu gelangen. Die großartigen Fans können uns dabei helfen, indem sie zu den Spielen kommen und uns unterstützen!“

VCW-Cheftrainer Christian Sossenheimer, der die neue Spielerin wie üblich per Videoanalyse sichtete, erhofft sich von der Neuverpflichtung mehr als nur guten Volleyball. „Mit 1,88 Metern Körpergröße bringt sie gute Voraussetzungen mit und hat auch athletisch einiges vorzuweisen“, so Sossenheimer. „Auch was Körpersprache auf dem Feld angeht hat sie uns gut gefallen. Wir erhoffen uns dadurch einen positiven und unterstützenden Effekt – neben den volleyballerischen Hauptaufgaben wie Block und Schnellangriff.“

„Ich freue mich darauf, Wiesbaden zu einem weiteren Zuhause zu machen und hoffe ein bisschen über die Gegend und meine Herkunft zu lernen, da ich zum Teil Deutsche bin“, so Wruck. Ihre Volleyballkarriere begann sie 2007 an der Santiam Christian School in Neuseeland. Danach folgten Stationen an der Tulane University in New Orleans (USA), bei den Shirley Silverbacks (Neuseeland), den Hungast Haladas (Ungarn) und dem AJM/FC Porto (Portugal), mit dem sie 2018/19 den Portuguese Cup gewann.

Die Kaderplanung für den VCW geht weiter. Neben Anna Wruck sind bisher Lena Vedder, Frauke Neuhaus, Renate Bjerland, Selma Hetmann, Lisa Stock und Julia Wenzel für die kommende Saison unter Vertrag – weitere Gespräche laufen.

Nynke Oud und Nathalie Lemmens verabschieden sich vom VCW

Auch das gehört zum Profi-Volleyball: Zuspielerin Nynke Oud und Mittelblockerin Nathalie Lemmens verlassen das Erstliga-Team des VC Wiesbaden.

Die Niederländerin Nynke Oud und die Belgierin Nathalie Lemmens waren in den vergangenen beiden Spielzeiten fester Bestanteil des VCW-Kaders. Die erfahrenen Spielerinnen werden künftig neue Wege gehen. „Das gesamte Team dankt Nynke und Nathalie für die tolle Zeit und für ihre Leistung. Wir sind sicher, dass beide ihren Weg gehen werden und hoffen, dass sie einige Erfahrungen aus ihrer Zeit in Wiesbaden für die Zukunft nutzen können“, so VCW-Geschäftsführer Christopher Fetting.

Die Kaderplanung für die kommende Saison geht trotz der schwierigen Umstände aufgrund des Coronavirus weiter. Der VCW ist in Gesprächen und kann bereits durch noch bestehende Verträge und Verlängerungen mit sechs Spielerinnen in der ersten Mannschaft planen.

VCW verliert gegen SSC Palmberg Schwerin 

Die Volleyballerinnen des VC Wiesbaden haben ihr Auswärtsspiel beim aktuellen Tabellenführer SSC Palmberg Schwerin mit 0:3 (17:25; 21:25; 17:25) verloren. Obwohl die Wiesbadenerinnen in vielen Spielphasen in Führung lagen, geht der Sieg und die drei Tabellenpunkte – vor allem Aufgrund der besseren Angriffseffizienz – in der Summe verdient an den SSC.  Der VCW kam gut in den ersten Satz und konnte direkt zu Beginn mit 3:0 in Führung gehen. Geprägt war die Anfangsphase von langen Ballwechseln und einem starken VCW-Block, doch zur ersten technischen Auszeit konnte sich Schwerin seine erste Führung (8:7) erarbeiten – und behielt diese Führung auch bis Satzende. Mit 25:17 ging der erste Satz deutlich an die Gastgeberinnen. Entscheidend war die mit 52 Prozent deutlich höhere Angriffseffizienz als die des VCW (30 Prozent).  Im zweiten Abschnitt führte der VCW ebenfalls mit 3:0 zum Auftakt und konnte seine Führung über lange Zeit souverän halten und zeitweise sogar noch ausbauen. Doch nach der zweiten technischen Auszeit (16:13 VCW) erhöhte der SSC noch einmal das Tempo und erkämpfte sich den Ausgleich zum 17:17. Anschließend entwickelte sich ein offenes Spiel, die Führung wechselte hin und her und kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Für die Entscheidung sorgte schließlich Schwerins Außenangreiferin McKenzie Adams, die mit ihren beiden Assen zum 23:21 und 24:21 für die Vorentscheidung sorgte. So musste der VCW trotz langer Führung auch den zweiten Satz (25:21 SSC) abgeben. Im dritten Satz zeigte Schwerin seine ganze Klasse von Beginn an und ließ dem VCW insbesondere nach der ersten technischen Auszeit kaum Chancen. Ein starker Angriff (55% Angriffseffizienz), ein stabiler Block (drei Punkte) und zwölf VCW-Eigenfehler bescherten dem SSC einen souveränen 25:17-Satzerfolg und damit den 3:0 Heimsieg.

VCW-Cheftrainer Christian Sossenheimer betont: „Das Team hat das heute phasenweise gut gemacht und stabil gespielt, besonders in der Blockabwehr. Wir tun uns aber weiterhin schwer, mit unseren Angriffen direkte Punkte zu machen, dass hat sich heute in allen drei Sätzen erneut gezeigt.“ Dem schließt sich Außenangreiferin Julia Wenzel an: „Schwerin hat heute besser angegriffen und damit den Unterschied deutlich gemacht. Trotzdem hätten wir unsere Führungen besser nutzen können und im zweiten Satz war noch mehr drin. Am Ende geht der Sieg aber verdient an Schwerin.“ Am Dienstag, den 10. März steht für den VCW dann das letzte Heimspiel in der Saison 2019/2020 an. Dann geht es gegen den USC Münster. Anpfiff der Partie, die von ESWE-Verkehr präsentiert wird, ist um 18:30 Uhr in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit. Tickets für das Match gibt es entweder an der Abendkasse oder online unter www.vc-wiesbaden.de/tickets zu kaufen. 

VCW muss erneut Niederlage einstecken

Der VCW musste sich beim Heimspiel gegen die Roten Raben Vilsbiburg mit 1:3 geschlagen geben (18:25; 25:23; 17:25; 14:25). Somit geht es für die Volleyballerinnen aus der hessischen Landeshauptstadt ohne Erfolgserlebnis zum schweren Auswärtsspiel nach Schwerin.

Beim von der IKK-classic präsentierten Spiel am Mittwochabend standen Außenangreiferin Julia Wenzel und Mittelblockerin Klára Vyklická neu in der Starting Six. Die 1.424 Zuschauer in der Halle am Platz der Deutschen Einheit feuerten die Wiesbadenerinnen wieder lautstark an, wurden aber leider nicht mit einem Sieg belohnt.

Bereits im ersten Satz der Partie konnten sich die Roten Raben schnell einen Vorsprung verschaffen. Zur ersten technischen Auszeit führten die Vilsbiburgerinnen mit 08:05. Daraufhin bekamen die VCW-Fans teils lange Ballwechsel und eine starke Leistung von Libera Lisa Stock zu sehen, doch es gelang dem VCW nicht, an die Gegnerinnen heranzukommen. Zur zweiten technischen Auszeit führten somit weiterhin die Roten Raben mit 16:10 und entschieden den ersten Satz später mit 25:18 für sich.

Satz Nummer zwei ließ neue Hoffnung aufkommen: Der VCW war zeitweise gleichauf mit dem Gegner. Zu beiden technischen Auszeiten führten die Gäste, doch der VCW steckte nicht auf. Die Aufholjagd zeigte Erfolg: Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen konnten die Wiesbadenerinnen den zweiten Satz knapp mit 25:23 für sich entscheiden.

Der dritte Satz startete ausgeglichen, später erspielten sich die Roten Raben jedoch eine Führung. Zur zweiten technischen Auszeit stand es 16:11 für die Gäste, die den Satz schließlich mit 25:17 für sich entschieden. 

Die VCW-Familie unterstützte ihre Spielerinnen nochmals und hoffte auf einen möglichen Tie-Break. Der starke Angriff der Vilsbiburgerinnen und Fehler vor allem in der Annahme führten wieder zu einer Führung der Gegnerinnen. Die Roten Raben gewannen den letzten Satz des Spiels klar mit 25:14. Vor allem Jodie Guilliams (MVP Vilsbiburg) überzeugte mit einer Angriffseffizienz von 42 Prozent und einer Annahmeeffizienz von 62 Prozent. Auf Seiten des VCW ging die silberne MVP-Medaille erneut an Frauke Neuhaus, die 19 Punkte und eine Angriffseffizienz von 41 Prozent erreichte. 

Nach dem Spiel zeigte sich die Diagonalangreiferin selbstkritisch: „Wir haben keine gute Leistung gezeigt, sondern viele kleine Fehler gemacht und in anderen Situationen nicht konsequent genug gespielt. In Schwerin haben wir aber nichts zu verlieren und werden volles Risiko gehen.“ Cheftrainer Christian Sossenheimer sieht den Spielverlauf ähnlich: „Wir haben heute teils unpräzise gespielt und Punkte verschenkt. Die Vilsbiburgerinnen waren stärker in Abwehr und Angriff. Für das kommende Spiel müssen wir den Schwung aus unserem gewonnenen Satz mitnehmen und Konstanz zeigen.“

Das nächste Spiel findet bereits am Samstag, 29.Februar, statt (Anpfiff um 19:30 Uhr). Dann empfängt der Tabellenerste SSC Palmberg Schwerin den VC Wiesbaden in der Palmberg Arena. Das Spiel wird wieder für alle Fans live und kostenlos bei sporttotal.tv übertragen.

Bild Haiko Kuckro

VCW verliert in Erfurt 

(Silas Gottwald / Wiesbaden / 22.02.20) Der VC Wiesbaden hat sein Auswärtsspiel bei Schwarz-Weiß Erfurt mit 1:3 (20:25; 23:25; 25:21; 16:25) verloren. Damit reist der VCW ohne Punkte im Gepäck zurück in die hessische Landeshauptstadt. 

Der VCW – der anlässlich der Ereignisse in Hanau – mit Trauerflor spielte, musste aufgrund von Knieproblemen auf Zuspielerin Lauren Plum verzichten. Für sie rückte Chiara Fach von der zweiten Mannschaft in den Kader. Auch Jana Hirsch, Libera der VCW-Zweitligamannschaft, war mit nach Erfurt gereist, um dem Team als Backup zur Verfügung zu stehen.

Bereits von Beginn an sahen die 642 Zuschauer in der Riethsporthalle ein umkämpftes Match, gespickt mit langen Ballwechseln. Sowohl in der Anfangsphase, als auch und in der Mitte des Satzes schaffte es jedoch kein Team, sich entscheidend abzusetzen. Zur ersten technischen Auszeit führte der VCW mit 8:7. In der zweiten lag Erfurt mit 16:15 in Führung. Diese Führung konnten Gastgeberinnen, die ihre Punkte sicher verwandelten, in der Schlussphase weiter ausbauen, während sich beim VCW die Fehler häuften. Mit 25:20 ging der erste Satz an Erfurt. 

In Satz Nr. 2 führte der VCW bis zur zweiten technischen Auszeit teils deutlich (8:5; 12:8). In der Schlussphase waren es jedoch erneut die Erfurterinnen, die ihre Angriffe besser durchbrachten und dabei weniger Fehler machten. Der Satz endete mit 25:23 und somit ging Erfurt mit einer 2:0 Führung in die 10-Minuten-Pause. 

Im dritten Satz dann ein anderes Bild: Die VCW-Spielerinnen kamen kampfstark aus der Kabine und brachten deutlich mehr Angriffspower auf das Feld. Die Angriffseffizienz stieg um zwanzig Prozentpunkte auf 48 Prozent, wodurch die Gastgeberinnen deutlich mehr Fehler machten. Mit 25:21 ging der dritte Abschnitt an Wiesbaden und die Hoffnung auf einen Tie-Break-Sieg war auch bei den über 30 mitgereisten Fans zurück. 

Der vierte Satz stand hingegen von Beginn an unter einem schlechten Stern: Mit 6:1 ging Erfurt in Führung und konnte diese stetig ausbauen – vor allem aufgrund der hohen Fehlerquote der VCW-Spielerinnen. Mit 16 Eigenfehlern des VCW hatte Erfurt ein leichtes Spiel und konnte den Satz mit 25:16 für sich entscheiden. 

„Wir hatten heute keine gute Ballkontrolle und so wird es gegen jeden Gegner schwer, das Spiel richtig aufzubauen, woraus dann auch die vielen Eigenfehler entstehen. Im Angriff haben wir es verpasst, druckvoll zu spielen und unsere Chancen zu nutzen“, so VCW-Cheftrainer Christian Sossenheimer. Ähnlich sieht es auch Mittelblockerin Nathalie Lemmens: „Erfurt hat sich gut auf uns vorbereitet und konnte unsere Schwachstellen gut nutzen. Wir sind nur im dritten Satz richtig gut im Spiel gewesen und haben ansonsten zu viele Fehler produziert. Jetzt müssen wir hart arbeiten, damit wir am Mittwoch besser abschneiden.“  

Als wertvollste Spielerin auf Seiten des VCW wurde Diagonalangreiferin Frauke Neuhaus gewählt. Mit 20 Punkten und 50 Prozent Angriffseffizienz zeigte sie eine gute Leistung.

Am Mittwoch geht es für den VCW mit einem Heimspiel weiter. Zum IKK-classic-Spieltag sind die Roten Raben Vilsbiburg zu Gast. Karten für die Partie gibt es an der Abendkasse oder unter www.vc-wiesbaden/tickets zu kaufen. Anpfiff in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit ist um 19:30 Uhr. 

VCW schlägt Suhl glatt mit 3:0

(Silas Gottwald / Wiesbaden / 08.02.2020) Vor 1.937 lautstakten Zuschauern hat der VC Wiesbaden hat sein Heimspiel am Handwerkskammer-Spieltag gegen den VfB Suhl Lotto Thüringen mit 3:0 (25:20; 25:16; 26:24) gewonnen und sichert sich somit drei wichtige Tabellenpunkte. Nach zwei recht deutlichen Satzerfolgen gelang dem VCW im dritten Satz eine furiose Aufholjagt und damit der Sieg ohne Satzverlust. Als wertvollste Spielerinnen wurden bei Suhl Libera Sophie Tauchert und beim VC Wiesbaden erneut Außenangreiferin Tanja Großer gewählt.

VCW-Cheftrainer Christian Sossenheimer zeigt sich nach der Partie zufrieden mit der Teamleistung: „Der Matchplan ist heute aufgegangen. Wir wollten druckvoll spielen und Suhl so zu Fehlern zwingen. Besonders gut war heute mit elf Punkten der Block und auch in der Annahme standen wir sicher. Auch Kapitänin Selma Hetmann ist nach dem Sieg erleichtert: „Wir wollten diese Partie unbedingt gewinnen und dafür haben wir eine Woche hart trainiert. Toll, dass es am Ende zu einem Sieg ohne Satzverlust gereicht hat. Im Spiel hat es sich ausgezahlt, dass wir mutig aufgeschlagen und angegriffen haben.“

Der VCW startete stark in die Partie und machte besonders über den Aufschlag viel Druck. Zur ersten technischen Auszeit im ersten Satz stand es bereits 8:3. Neben dem guten Service stand auch die Annahme sicher und die Angriffseffizienz war leicht besser als die der Gäste (43 Prozent zu 37 Prozent). In der Mitte des Satzes konnten die Wiesbadenerinnen ihre Führung dann stetig ausbauen (13:8; 16:9). Suhl kämpfte sich zwar nochmal in die Partie und kam zwischenzeitlich auf 21:18 heran, doch der VCW behielt auch in der Schlussphase des Satzes einen kühlen Kopf und gewann mit 25:20. 

Im zweiten Satz ging der Matchplan dann vollends auf. Nach einer umkämpften Anfangsphase konnte sich der VCW einen deutlichen Vorsprung erarbeiten. Nach einer 8:7- bzw. 16:11-Führung in den technischen Auszeiten stand zu Beginn der Schlussphase des Satzes ein Vorsprung von 20:13 zu Buche. „Wir haben voll durchgezogen und wollten uns unbedingt für die harte Arbeit belohnen“, so MVP Tanja Großer. Die Zahlen geben ihr Recht: Mit 61 Prozent Angriffseffizienz und sieben Blockpunkten legte der VCW im zweiten Satz noch eine Schippe drauf. Mit einem 25:16 ging es in die 10-Minuten-Pause. 

Der dritte Abschnitt bot dann noch einmal Dramatik für die Fans in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit. Der Satz war bis zur Schlussphase hochumkämpft, doch kein Team schaffte es, sich einen entscheidenden Vorteil zu erarbeiten. Pünktlich zu Beginn der Schlussphase legte Suhl dann noch einmal alles in die Waagschale. Nachdem der VCW noch mit 19:18 in Führung gehen konnte, schafften es die Gäste, einen Angriff nach dem anderen durchzubringen. Beim Spielstand von 24:19 für Suhl sah alles nach einem vierten Satz aus. Doch nach einem Side-out zum 24:20 ging Lena Vedder – bekannt für ihre Sprungaufschläge – an den Service. „Ich wollte nicht zu viel Druck im Aufschlag machen, sondern eher platziert spielen“, so die Außenangreiferin. Das gelang ihr perfekt. Suhl brachte seine Annahme nicht mehr ans Netz und verlor so an Schwung im Angriff. Der VCW nutzte hingegen seine Punktchancen und wehrte einen Satzball nach dem anderen ab – bis zum 24:24. Zwei Punkte brauchte der VCW nun noch zum Sieg. Lena Vedder schlug wieder druckvoll auf und der VCW-Block stand goldrichtig und wehrte den Angriffsschlag der Gäste ab. Damit hatte der VCW einen Matchball. Als Suhls Angreiferin ihren Angriff über den VCW-Block und ins Aus schlug war auch dieser verwandelt – und die Aufholjagt perfekt. 

Christian Sossenheimer sprach den VCW-Fans nach der Partie ein besonderes Lob aus: „Die Unterstützung war heute wieder grandios. Das uns das Publikum auch in dieser schwierigen Ausgangssituation so lautstark anfeuert, gibt viel Kraft. Toll, dass wir heute mit dem Heimsieg etwas zurückgeben konnten.“ Auch Lena Vedder dankt den Fans: „Die Kulisse war heute wieder überragend. Wir trainieren jeden Tag zweimal, um dann auf dem Feld zu spielen und vor so vielen Zuschauern unsere Spiele zu gewinnen. In eigentlich aussichtslosen Situationen wie im dritten Satz kommt man nur zurück, wenn man solche Fans wie hier in Wiesbaden im Rücken hat.“ 

Ein besonderer Dank geht an die 120 Gäste der Handwerkskammer Wiesbaden für die lautstarke Unterstützung im Block B4. Am 22. Februar steht für den VCW das nächste Pflichtspiel an. Dann geht es auswärts gegen Schwarz-Weiß Erfurt. Das nächste Heimspiel folgt dann am 26. Februar gegen die Roten Raben Vilsbiburg. Karten für die Partie gibt es noch unter www.vc-wiesbaden.de/tickets zu kaufen. 

Der VC Wiesbaden hat sein Auswärtsspiel gegen die Ladies in Black Aachen mit 0:3 (25:23; 25:19; 25:22) verloren. Damit gehen die drei Tabellenpunkte auf das Konto der Gastgeberinnen. Als wertvollste Spielerinnen wurden auf Seiten des VCW Tanja Großer (zehn Punkte) und bei Aachen Maja Stock (13 Punkte) gewählt. 

Alle drei Sätze nahmen einen engen Verlauf und entschieden sich erst in der Schlussphase. In Satz Nummer eins und zwei konnte sich über den gesamten Satzverlauf hinweg kein Team mit mehr als zwei Punkten absetzen, doch nach der zweiten technischen Auszeit, schaffte es Aachen noch einmal an Tempo zuzulegen und – begleitet vom lautstarken Publikum – die entscheidenden Punkte zu machen. Beim VCW fehlte am Satzende hingegen die Präzision und so ging der erste Satz mit 25:23 und der zweite Satz mit 25:19 an die Ladies in Black. 

Im dritten Satz dann ein anderes Bild: Der VCW ging früh in Führung und schaffte es, sich ein Punktepolster (11:7; 16:13 VCW) zu verschaffen. Doch wieder war es die Schlussphase, in der die Wiesbadenerinnen schwächelten und Aachen hochschaltete. Zunächst konnten die Gastgeberinnen zum 18:18 ausgleichen und anschließend vorbeiziehen. Die Führung gab das Team von Cheftrainerin Saskia Hintum dann nicht mehr her. Mit 25:22 verlor der VCW auch den dritten Satz und damit das Spiel. 

Ein Blick auf die Statistiken der Partie zeigt zwar keine nennenswerten Unterschiede in der Angriffseffizienz (VCW: 34 Prozent, LiB: 36 Prozent) und in der Annahme, aber „am Ende hat Aachen weniger Fehler als wir gemacht“, analysiert Kapitänin Selma Hetmann. „Auch im Block hätten wir mehr rausholen müssen. Das hat den Unterschied gemacht.“

Christian Sossenheimer: „Wie schon gegen Stuttgart fehlten am Ende des Satzes ein paar Prozente, um den Sack zuzumachen. Aachen hat über das gesamte Spiel variabel angegriffen und besonders schnell gespielt. Positiv sehe ich unsere Annahme und unseren Außenangriff. Hier haben sich die Werte in den letzten Wochen deutlich verbessert.“ 

VCW verliert hochklassiges Match gegen Stuttgart

Der VC Wiesbaden hat sein Heimspiel gegen den amtierenden Meister Allianz MTV Stuttgart mit 0:3 (21:25; 20:25; 20:25) verloren. In einer intensiven Partie mit vielen langen Ballwechseln spielte der VC Wiesbaden stets auf Augenhöhe mit und bestätigt damit seine Leistungssteigerung seit dem Auswärtssieg gegen Potsdam. 

„Das Team hat heute mutig gespielt und Stuttgart stets Paroli geboten, das zeigen die engen Satzergebnisse. Die Annahme war wieder stabil, was es uns ermöglicht hat, das Spiel schneller und variabler zu machen. Am Ende hat Simone Lee mit ihren 24 Punkten und 49 Prozent Angriffseffizienz den Unterschied gemacht“, analysiert VCW-Cheftrainer Christian Sossenheimer. Dass die Annahme heute gut stand beweist die Kür von Libera Lisa Stock zur wertvollsten Spielerin (MVP) auf Seiten des VC Wiesbaden. „Am Ende haben wenige Punkte die Partie entschieden. Schade, dass es am nicht zum Satzerfolg gereicht hat. Trotzdem glaube ich, dass uns auch diese Partie Rückenwind für die kommenden Aufgaben gibt“, so Lisa Stock. 

Die ersten beiden Sätze in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit nahmen einen ähnlichen Verlauf: Der VCW legte stets vor und ging in den Anfangsphasen in Führung. Zur Mitte des Satzes entwickelte sich dann ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen voller spektakulärer Ballwechsel – bis zur Schlussphase der Sätze. Im ersten Abschnitt führten die Wiesbadenerinnen mit 20:19, gaben den Satz dann aber noch mit 21:25 ab. Im zweiten Satz kam der VCW dann pünktlich zur Crunch-Time mit 19:20 an Stuttgart heran, doch die im Winter neuverpflichtete Simona Lee zeigte gerade in den besonders engen Phasen ihre Klasse und gewann mit Stuttgart auch Satz Nr. 2 mit 20:25. 

Auch im dritten Satz führte der VC Wiesbaden in der Anfangsphase und ein Satzerfolg schien möglich. Doch nachdem die Gäste zur ersten technischen Auszeit zum ersten Mal in Führung gingen, schwanden beim VCW allmählich die Kräfte. Stuttgart konnte zur Mitte des Satzes bis auf 13:18 davonziehen. Frauke Neuhaus, Tanja Großer und Co. konnten ihr Team zwar noch einmal auf 16:18 heranbringen, doch in der Schlussphase waren es wieder die Stuttgarterinnen, die die wichtigen Punkte machten. So endete auch der dritte Satz mit 20:25 aus Wiesbadener Sicht. 

Bereits am Samstag steht für den VCW die nächste Partie auf dem Spielplan. Dann geht es auswärts gegen die Ladies in Black Aachen. Anpfiff der Partie ist um 18:00 Uhr. Das Spiel wird wieder für alle Fans live und kostenlos bei sporttotal.tv übertragen.

Bild Haiko Kuckro

„Starke Teamleistung“: VCW gewinnt mit 3:1 in Potsdam

(Silas Gottwald / Wiesbaden / 26.01.2020) Der VC Wiesbaden hat sein Auswärtsspiel beim Tabellendritten SC Potsdam mit 3:1 (25:21; 25:22; 22:25; 25:18) gewonnen. Damit kann sich der VCW über drei wichtige Tabellenpunkte freuen. 

„Wir sind sehr glücklich, dass wir heute dieses wichtige Spiel gewonnen haben und mit drei Punkten zurück nach Wiesbaden fahren. Alle Spielerinnen haben heute um jeden Punkt gekämpft und besonders in der Abwehr haben wir keinen Ball verloren gegeben“, freut sich Mittelblockerin Klara Vyklická über den Sieg. Auch Teammanagerin Simona Kóšová findet lobende Worte für die Spielerinnen: „Das war heute eine geschlossene Teamleistung und am Ende auch ein verdienter Sieg. Annahme und Block haben von Anfang an sicher gestanden und so gab es viele Möglichkeiten im Angriffsspiel. Auch in engen Phasen hat sich das Team nicht verunsichern lassen und mentale Stärke bewiesen. Toll, dass wir unseren treuen Fans und Sponsoren mit dem Sieg wieder etwas zurückgeben konnten!“ 

Bereits von Beginn an zeigte der VCW, dass er nach Potsdam gereist ist, um Punkte aus der Partie mitzunehmen. Nach wenigen Spielminuten stand es bereits 10:2 für Wiesbaden. Diese Führung konnten Vyklická, Großer und Co. in der Satzmitte zwar halten, doch der SC Potsdam schaffte es, sich Stück für Stück in die Partie zu kämpfen. Als der Vorsprung pünktlich zur Crunch-Time auf nur noch vier Punkte geschrumpft war (19:15 VCW) griff VCW-Cheftrainer Christian Sossenheimer zum Mittel der Wahl und nahm eine taktische Auszeit – genau zum richtigen Zeitpunkt. Das Team fing sich und zeigte großen Kampfgeist. Besonders Frauke Neuhaus und Tanja Großer spielten sich in einen Rausch, machten einen Punkt nach dem anderen und bescherten so dem VCW den ersten Satz (25:21). 

Auch im zweiten Satz behielten die Wiesbadenerinnen die Oberhand, doch der Satzausgang blieb lange offen. Zwar führte der VCW stets mit einem bis maximal drei Punkten, doch die Gastgeberinnen kamen immer besser in die Partie. Nach der zweiten technischen Auszeit (16:14 VCW) gelang Potsdam der Ausgleich zum 17:17 und das Pendel drohte umzuschlagen. Doch auch im zweiten Satz schafften es die VCW-Spielerinnen, am Satzende noch einmal hochzuschalten und die entscheidenden Punkte zu machen. Als Tanja Großer den Satzball zum 25:22 verwandelte, war auch der zweite Satz gewonnen – und der erste Tabellenpunkt aus der Partie sicher. 

Im dritten Abschnitt dann ein ganz ähnlicher Spielverlauf: Der VCW führte knapp bis zur zweiten technischen Auszeit (16:15 VCW), doch dieses Mal waren es die Havelstädterinnen, die am Ende die Nase vorne hatten und das Spiel noch einmal spannend machten. Besonders Außenangreiferin Laura Emonts machte einen Punkt nach dem anderen und brachte Potsdam noch einmal ins Spiel zurück. Von diesem Rückschlag ließen sich die die VCW-Spielerinnen jedoch nicht verunsichern. Ganz im Gegenteil: Im vierten Satz stieg die Angriffseffizienz wieder deutlich an (56 Prozent) und die Fehler wurden wieder weniger. Zuspielerin Nynke Oud hatte dank stabiler Annahme oftmals alle Anspieloptionen offen. So schaffte es der VCW, sich am Ende des Satzes deutlich abzusetzen. Als Tanja Großer den ersten Matchball zum 25:18 verwandelte war die Sensation perfekt. Die drei Punkte gehen nach Wiesbaden! 

„Wir haben uns vorgenommen, eine Reaktion auf das Spiel gegen Straubing zu zeigen. Dieses Versprechen hat das Team heute eingelöst. Wir waren von der ersten Sekunde an präsent und haben gezeigt, dass wir unbedingt punkten wollen. Mit diesem Kampfgeist gewinnt man am Ende dann auch schwere Spiele“, freut sich Cheftrainer Christian Sossenheimer. 

Als wertvollste Spielerin auf Seiten des VCW wurde Diagonalangreiferin Frauke Neuhaus gekürt. Mit insgesamt 22 Punkten (vier Asse, zwei Blockpunkte) sammelte sie die meisten Punkte für ihr Team und zeigte eine besonders starke Leistung.

Rückrundenstart: VCW unterliegt Straubing mit 1:3

(Silas Gottwald / Wiesbaden / 15.01.2020) Die Volleyballerinnen des VC Wiesbaden haben ihr erstes Spiel in der Rückrunde mit 1:3 (19:25; 19:25; 25:21; 21:25) gegen NawaRo Straubing verloren. Damit nimmt der VCW trotz der lautstarken Unterstützung der 1.712 Zuschauer am Platz der Deutschen Einheit keine Punkte aus der Partie mit – was den Kampf um die Play-offs nicht leichter macht.

„Das war nicht der Start in die Rückrunde, den wir uns erhofft haben. Wir konnten heute leider nicht das abrufen, was wir in den letzten beiden Wochen im Training eingeübt haben“, so Cheftrainer Christian Sossenheimer nach Abpfiff. „Schon im Aufschlag haben wir zu wenig Druck gemacht und so Straubing von Beginn an gut in das Spiel kommen lassen. Am Ende sind auch 18 Straubinger Blockpunkte zu viel. Ab morgen früh analysieren wir das.“ 

Die ersten beiden Sätze (beide 19:25) nahmen einen ähnlichen Verlauf. Bis zur ersten technischen Auszeit blieb das Spiel ausgeglichen (7:8, 6:8), doch im Anschluss konnten sich die Gäste teilweise deutlich absetzen und sich so die Oberhand über die Partie erkämpfen. Auch kleinere Aufholjagden konnten keine entscheidende Wende einleiten und so ging Straubing mit einer verdienten Führung in die 10-Minuten Pause. „Wir wollten heute von Beginn an sehr viel – und am Ende vielleicht zu viel. Das führt dann zu Fehlern“, so MVP Frauke Neuhaus. Mit insgesamt 18 Punkten war die Diagonalangreiferin mit Abstand die beste VCW-Spielerin auf dem Feld. 

Im dritten Satz konnte sich Straubing ebenfalls nach der ersten technischen Auszeit absetzten, jedoch nicht so klar wie in den beiden vorigen Abschnitten. Die VCW-Spielerinnen behielten ihren Fokus – und wurden dafür belohnt. Dank starker Angriffe von Frauke Neuhaus und einigen Blockpunkten konnte sich der VCW zunächst von 16:19 auf 19:19 herankämpfen und den Satz schließlich souverän mit 25:21 gewinnen. Die Hoffnung auf den Tie-Break war zurück. 

In Satz Nr. 4 war das Spiel bis zur zweiten technischen Auszeit völlig offen und die Führung wechselte hin und her. Danach schlichen sich jedoch eine Reihe von Fehlern in das VCW-Spiel ein während Straubing seine Punktchancen gekonnt nutzte. Trotz lauter Anfeuerung der Fans und einigen Standing-Ovations ging der vierte Satz mit 25:21 an Straubing. Damit können sich die Niederbayern über drei weitere Tabellenpunkte zum Rückrundenstart freuen. 

„Straubing hat uns heute vor allem über den Block den Zahn gezogen. Das müssen wir mit unserem Videomaterial analysieren, um besser auf die kommenden Gegner vorbereitet zu sein. Vor allem wollen wir unseren treuen Fans endlich etwas zurückgeben für ihre lautstarke Unterstützung. Über 1.700 Zuschauer sind keine Selbstverständlichkeit im Volleyball“, so Zuspielerin Nynke Oud.

Beim Aufwärmen : Bild Haiko Kuckro

VCW unterliegt Dresden in einem hochklassigen Match 1:3

Der Favorit hat sich durchgesetzt. Der VC Wiesbaden hat sein letztes Spiel der Hinrunde mit 1:3 (25:23; 14:25; 22:25; 16:25) gegen den Dresdner SC verloren. Vor 1.609 Zuschauern in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit lieferten sich beide Teams ein hochklassiges Match voller spektakulärer Ballwechsel. Als wertvollste Spielerin auf Seiten des VCW wurde erneut Außenangreiferin Tanja Großer gewählt. Nach Frauke Neuhaus (16 Punkte) erzielte sie mit 13 Punkten die meisten für ihr Team.

Großer, Neuhaus und Co. starteten furios in die Partie. Zuspielerin Lauren Plum verteilte die Bälle mit hohem Tempo an die Angreiferinnen und machte das Spiel sehr variabel. Die Führung wechselte hin und her und die Zuschauer bekamen viele spektakuläre Ballwechsel zu sehen. Beim Spielstand von 15:15 brachte Tanja Großer den VCW mit einem clever geschlagenen Angriff pünktlich zur zweiten technischen Auszeit in Führung – welche die Gastgeberinnen von nun an nicht mehr abgaben. Mit 25:23 ging der erste Satz knapp an Wiesbaden. „Ich denke, im ersten Satz haben wir Dresden mit unserem variablen und schnellen Angriffsspiel überrascht. Hier ging unser Matchplan voll auf“, analysiert Außenangreiferin Lena Vedder den Start in die Partie. Mit sechs Punkten und 71 Prozent Angriffseffizienz spielte sie einen besonders guten ersten Satz. 

Im zweiten Satz änderte sich das Bild. Dresden begann, deutlich schneller zu spielen und machte dabei kaum Fehler. Auf Seiten des VCW schlichen sich hingegen eine Reihe von Fehlern ein und die Angriffseffizienz sank von 53 auf 25 Prozent. Zur ersten technischen Auszeit führte der DSC bereits mit 8:6. Diese Führung konnten die Gäste anschließend stetig ausbauen (12:7; 16:10) und den Satz schließlich deutlich mit 25:14 für sich entscheiden. 

Satz Nr. 3 versprach wieder Hochspannung für die Fans auf den Rängen. Der VCW nutzte die 10-Minuten-Pause gut und kam mit deutlich mehr Power im Angriff zurück aus der Kabine. Bis zum Spielstand von 12:12 war das Spiel ausgeglichen, dann konnten sich die Wiesbadenerinnen bis auf 18:14 absetzen. Alles sah nach einem erneuten Satzgewinn für den VCW aus, doch Dresden gab den Satz noch nicht auf und konnte sich Stück für Stück zurückkämpfen. Besonders Dresdens Kadie Rolfzen machte einen Punkt nach dem anderen und brachte somit dem DSC zunächst zum 21:21-Ausgleich und schließlich zum 25:22-Satzferfolg. Dass der dritte Satz Kraft gekostet hat, zeigte sich im anschließenden vierten Abschnitt. Dresden behielt das hohe Pensum im Angriff bei und machte dabei kaum Fehler. Schon früh lief der VCW einem hohen Rückstand hinterher (5:8; 7:16), der trotz der lautstarken Fans und standing-ovations nicht mehr aufgeholt werden konnte. Mit 25:16 sicherte sich Dresden auch den vierten Satz. 

„Es war klar, dass es für uns schwer werden würde, das hohe Tempo aus dem ersten Satz durchzuziehen. Dresden hat ab dem zweiten Satz seine Stärken konsequent ausgespielt und uns besonders mit den großen Angreiferinnen vor Probleme gestellt. Ich bin trotzdem zufrieden mit der Leistung des Teams. Wir haben im ersten und im dritten Satz gut mitgehalten und Dresden teilweise vor große Probleme stellen können. Darauf lässt sich in der Rückrunde aufbauen“, so VCW-Cheftrainer Christian Sossenheimer nach der Partie. 

Für den VCW geht es nun in eine knapp vierwöchige Spielpause. Die nächste Partie steht am 15.1.2020 an. Dann geht es zum Start in die Rückrunde zu Hause gegen NawaRo Straubing. Karten für die Partie sind unter www.vc-wiesbaden.de/tickets erhältlich. 

Bild Haiko Kuckro

3:2: VCW gewinnt „Volleyball-Krimi“ gegen den USC Münster

(Silas Gottwald / Wiesbaden / 18.12.2019) Die Volleyballerinnen des VC Wiesbaden haben ihr wichtiges Auswärtsspiel gegen den Tabellennachbarn USC Münster mit 3:2 (25:14; 23:25; 25:17; 11:25; 12:15) im Tie-Break gewonnen. Damit kann sich der VCW über zwei weitere Tabellenpunkte freuen. Besonders Außenangreiferin Tanja Großer legte mit insgesamt 23 erzielten Punkten ein fulminantes Match hin und wurde nach Spielende verdient zur wertvollsten Spielerin der Partie (MVP) gekürt. 

„Das war heute ein echter Volleyball-Krimi, der beiden Teams alles abverlangt hat. Wir sind sehr glücklich, dass wir heute unseren Matchplan über weite Strecken umsetzen konnten und uns am Ende mit dem Auswärtssieg belohnt haben“, so Tanja Großer. Auch VCW-Cheftrainer Christian Sossenheimer zeigt sich erleichtert über den Tie-Break-Sieg: „Das war heute – die Satzergebnisse zeigen es – wieder ein Auf und Ab. Am Ende hat das Team aber Moral bewiesen, die richtige Einstellung gezeigt und auch verdient gewonnen.“

Für den VCW war es ein langer Weg bis zum erkämpften Sieg. Insgesamt 112 Spielminuten dauerte die Partie, in die der USC Münster weitaus besser startete als die Gäste. Bis zur ersten technischen Auszeit im ersten Satz (7:8) war die Partie ausgeglichen und beide Teams tasteten sich Schritt für Schritt in die Partie hinein. Doch nach der Auszeit ging der USC Münster in die Offensive und besonders die Außenangreiferinnen Ivana Vanjak und Lisa Alsmeier machten einen Punkt nach dem anderen. Die Wiesbadenerinnen konnten dieser Angriffspower wenig entgegensetzen und somit ging der erste Satz folgerichtig mit 25:14 an den USC. 

Im zweiten Satz folgte ein ähnliches Bild: Nach der ersten technischen Auszeit (8:7) konnte sich Münster absetzen und blieb mit einem komfortablen Punktepolster in Führung. Beim Spielstand von 20:16 sah alles nach einem erneuten Satzerfolg für den USC aus, doch dann war es Tanja Großer, die die Wende einleitete. Mit Punkten zum 20:18, 20:19 sowie zum 21:21 sorgte sie zunächst für den Ausgleich. Von nun an bekam sie fast alle Bälle zugespielt – und verwandelte sicher. Im Spiel von Münster schlichen sich nun Fehler ein, die der VCW nutzen konnte. Mit ihrem Punkt zum 25:23 sorgte Großer schließlich für den 1:1-Satzausgleich. 

Im dritten Satz fand der USC wieder in die Partie und ließ dem VCW über den gesamten Satz hinweg keine Chance. Mit 25:17 endete der Satz deutlich und Münster hatte nun die Chance im vierten Satz den Sack zuzumachen. Doch der VCW kam wie ausgewechselt zurück auf das Spielfeld und der vor dem Spiel zurechtgelegte Matchplan ging nahezu perfekt auf. Durch druckvolle Aufschläge konnte der VCW den Annahmeriegel des USC in Bedrängnis bringen und so das Spiel langsamer und berechenbarer machen. Die Angriffseffizienz der Münsteranerinnen sank auf 23%. Die VCW-Spielerinnen nutzten hingegen ihre Punktchancen und kamen im vierten Satz auf 42% Effizienz im Angriff. Dazu kamen nur drei Eigenfehler im kompletten Satz, den der VCW schlussendlich mit 25:11 für sich entscheiden konnte. 

Nun musste also der Tie-Break über Sieg und Niederlage entscheiden. Bis zum Spielstand von 5:5 war der Satz ausgeglichen und der Ausgang offen, doch dann war es der VCW, der das Heft in die Hand nahm, die Führung an sich riss und davonziehen konnte. Neben Tanja Großer waren es besonders Frauke Neuhaus und Julia Wenzel, die mit mutigen Angriffen für die Vorentscheidung sorgten. Als Münsters Blockversuch beim Spielstand von 14:11 für den VCW im Aus landete, fand der Volleyball-Krimi sein spätes Ende. 

„Das war ein hochemotionales Match heute. Wir haben alles gegeben und uns endlich für die harte Arbeit belohnt. Das gibt Selbstvertrauen“, so VCW-Außenangreiferin Julia Wenzel, die mit neun wichtigen Punkten und 50% Angriffseffizienz ebenfalls ein gutes Match ablieferte. „Ab morgen konzentrieren wir uns dann auf Dresden.“

VCW verliert mit 0:3 gegen Schwerinerinnen in Topform (Silas Gottwald / Wiesbaden / 07.12.2019)

Der VC Wiesbaden hat sein Heimspiel gegen einen starken SSC Palmberg Schwerin mit 0:3 (18:25; 16:25; 12:25) verloren. Vor 1.717 Zuschauern in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit präsentierten sich die Gäste im Topform und können sich daher zurecht über drei weitere Tabellenpunkte freuen.  VCW-Cheftrainer Christian Sossenheimer setzte in der Starting-Six unter anderem auf Diagonalangreiferin Frauke Neuhaus, die nach einer Daumenverletzung ihr Comeback feiern durfte. Von Beginn an startete sie fokussiert und sorgte für die ersten VCW-Punkte. Auf der anderen Seite nominierte Schwerins Coach Felix Koslowski mit Kimberly Drewniok und Nele Barber gleich zwei Ex-VCW-Spielerinnen für die Starting-Six. Besonders Barber fiel von Beginn an mit vielen Aktionen auf. Aber auch die anderen SSC-Spielerinnen brauchten keine Sekunde, um sich an die gewohnt lautstarke Atmosphäre in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit zu gewöhnen. Bereits zur ersten technischen Auszeit führte der SSC mit 8:4. Trotz langen Rallys und kämpferischen Abwehraktionen des VCW konnte der SSC die Gastgeberinnen auf Distanz halten und die Führung nach der zweiten technischen Auszeit (16:18) stetig ausbauen. Als das Zuspiel von Nynke Oud auf Nathalie Lemmens nicht sein Ziel fand, endete der erste Satz mit 18:25 aus VCW-Sicht. Der zweite Satz startete besser für den VC Wiesbaden. Bis zur ersten technischen Auszeit behielt das Team die Oberhand und brachte den SSC kurzzeitig in Bredouille. Nach der Auszeit kam Schwerin jedoch Stück für Stück besser in den Satz und spielte sich mit immer längeren Punkteserien in einen Rausch. Mit einem 25:16 für den SSC ging es in die 10-Minuten-Pause – die der VCW nicht nutzen konnte. Die Gäste kamen noch einmal besser aus der Kabine und zeigten im dritten Satz, warum sie in dieser Bundesligasaison erst ein Spiel verloren haben. Besonders Nele Barber – die Christian Sossenheimer nach dem Match zur wertvollsten Spielerin der Partie wählte – spielte nochmal stärker auf. Insgesamt machte sie mit 17 Punkten mehr als alle anderen Akteure. Auf Seiten des VCW schlichen sich mehr Fehler als in den vorigen Sätzen ein und durch die wackelige Annahme war ein schneller Spielablauf kaum möglich. Nach 21 Minuten endete der 3. Satz mit 25:12 für die Gäste, die mit den drei gewonnenen Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz bleiben.    „Das Team hat sich heute in die Partie gekämpft und in den ersten beiden Sätzen über weite Strecken gut mitgehalten. Wir haben heute deutlich weniger Eigenfehler gemacht und standen in der Blockabwehr sicher. Aber Schwerin hat sich heute wieder auf allen Positionen in Topform präsentiert und kaum etwas zugelassen. In so einer Situation ist es klar, dass es schwer für uns wird“, analysiert Christian Sossenheimer den Auftritt der beiden Teams. Für die Fans spricht Sossenheimer ein besonderes Lob aus: „Die 1.717 Zuschauer auf den Rängen haben heute wieder alles gegeben. Das bekommen wir natürlich mit und das gibt uns Rückenwind über die gesamte Partie hinweg. Gerne hätten wir den Fans heute mehr zurückgegeben.“  Als wertvollste Spielerin auf Seiten des VCW wurde Frauke Neuhaus gekürt. Mit 15 Punkten und 44% Angriffseffizienz lieferte sie ein bemerkenswertes Comeback ab. „Ich freue mich, dass ich schnell wieder in den Spielrhythmus gefunden habe und dem Team heute helfen konnte. Schwerin hat heute aber seine ganze Klasse auf das Feld gebracht und schlussendlich auch verdient gewonnen. Dass sie in dieser Saison ganz nach oben wollen, haben sie heute gezeigt“, so Neuhaus nach Abpfiff.   Für den VC Wiesbaden steht am 18.12. das nächste Auswärtsspiel in der Volleyball-Bundesliga an. Mit dem USC Münster geht es dann gegen den direkten Tabellennachbarn um wichtige Punkte im Kampf um die Play-offs. 
VCW / Schwerin – Haiko Kuckro
VCW unterliegt Vilsbiburg mit 0:3   (Silas Gottwald / Wiesbaden / 30.11.2019)

Die Volleyballerinnen des VC Wiesbaden haben ihr Auswärtsspiel bei den Roten Raben Vilsbiburg mit 0:3 (16:25; 13:25; 26:28) verloren. Gegen starke Vilsbiburgerinnen schaffte es der VCW nicht, in die Partie zu finden und fährt somit ohne Punkte zurück nach Wiesbaden. Als wertvollste Spielerinnen wählten die Cheftrainer Tanja Großer sowie Corina Glaab.  Bereits von Beginn an zeigten die Vilsbiburgerinnen, dass sie sich nach der Niederlage im DVV-Pokal-Viertelfinale gegen Suhl einiges vorgenommen hatten. Besonders im Block standen die Roten Raben sicher und konnten sich somit schon recht früh absetzen. Zur zweiten technischen Auszeit stand es bereits 16:11 für das Heimteam. Mit diesem Vorsprung im Rücken kehrten die wichtige Lockerheit und Souveränität in das Spiel der Roten Raben ein. Der VCW fand hingegen nicht in die Partie und musste den ersten Satz folgerichtig mit 16:25 abgeben. Im zweiten Satz ähnelte sich das Bild: Vilsbiburg zog seinen Matchplan souverän durch und der VCW schaffte es aufgrund einer Reihe von Eigenfehlern im Spielaufbau nicht, echten Druck auf die Gegnerinnen auszuüben. Somit konnten die Roten Raben bereits nach rund 45 Minuten den zweiten Satzerfolg feiern (25:13).  Im dritten Satz dann ein anderes Bild: Der VCW begann stabil und schaffte es durch eine sichere Annahme sowie einen beruhigteren Spielaufbau in den gewohnten Spielrhythmus. Zur zweiten technischen Auszeit führte das Team um Cheftrainer Christian Sossenheimer mit 16:10 und alles sah nach einem ersten Satzerfolg aus. Doch Vilsbiburg legte noch einmal alles in die Waagschale und kämpfte sich in die Partie zurück. Stück für Stück kamen die Gastgeberinnen heran (13:16; 18:20). Nach dem Ausgleich zum 22:22 konnte sich Vilsbiburg sogar Matchbälle zum 24:23 und 25:24 erarbeiten, doch Selma Hetmann und Lena Vedder konnten diese mit mutigen Angriffen erfolgreich abwehren. Als Ex-VCW-Spielerin Eszter Nagy ihren Angriff ins Aus schlug, hatte der VCW plötzlich einen Satzball, der jedoch nicht genutzt werden konnte. Anschließend waren es die Vilsbiburgerinnen, die ein Stück entschlossener agierten und schließlich zum 28:26 Satzerfolg punkteten. Damit können sich die Roten Raben über einen 3:0 Heimsieg und drei Tabellenpunkte freuen. „Wir haben es heute nicht geschafft, in die Partie zu finden und unseren Matchplan umzusetzen. Besonders die ersten beiden Sätze müssen in der kommenden Trainingswoche gründlich analysiert werden. Wir müssen aber auch daran arbeiten, nach Führungen wie im dritten Satz, die Spannung hochzuhalten und den Gegner nicht immer wieder zurück in die Partie kommen lassen“, so Christian Sossenheimer nach Abpfiff.
VCW-Geschäftsführer Christopher Fetting ordnet die Partie wie folgt ein: „Wir wussten seit Beginn der Saison, dass es auch Niederlagen für unser junges Team geben wird und heute mussten wir eine solch bittere Niederlage in Vilsbiburg hinnehmen. In dieser Saison hat die Neuordnung oberste Priorität und wir müssen dem Team weiter die notwendige Zeit geben.“ Nächste Woche Samstag wartet wieder ein Heimspiel auf den VC Wiesbaden. Dann geht es gegen den SSC Palmberg Schwerin um die nächsten Punkte. Tickets sind noch unter www.vc-wiesbaden.de/tickets erhältlich. 

VCW schlägt Erfurt nach großem Kampf mit 3:2

(Silas Gottwald / Wiesbaden / 17.11.2019) Dieses Spiel wird allen 1.623 Zuschauern in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Die Volleyballerinnen des VC Wiesbaden haben ihr Heimspiel gegen Schwarz-Weiß Erfurt mit 3:2 (29:27; 28:30; 25:22; 16:25; 16:14) gewonnen und können sich über zwei Tabellenpunkte freuen. Beide Teams boten sich in einer dramatischen Partie einen großen Kampf, der erst nach über zweieinhalb Stunden sein Ende fand. 

„Wir sind alle platt, aber glücklich, dass wir heute diesen wichtigen Heimsieg feiern können“, so VCW-Headcoach Christian Sossenheimer unmittelbar nach Abpfiff. „Erfurt hat heute stark gespielt und uns alles abverlangt.“ In der Tat brachten die Gäste von Beginn an Power auf das Feld und kamen besser in die Partie als der VCW. Zur zweiten technischen Auszeit stand es bereits 16:10 für Erfurt. Beim Spielstand von 22:17 für Erfurt schien der Satz eine klare Sache zu werden, doch dann fanden die VCW-Spielerinnen in die Partie und besonders Außenangreiferin Tanja Großer begann zuverlässig zu punkten. Auf einmal stand es 23:23 und die dramatische Schlussphase des ersten Satzes begann. Großer punktete zunächst zum 24:23 und brachte damit dem VCW einen Satzball ein, der jedoch durch einen starken Angriff von Erfurts Danielle Brisebois abgewehrt werden konnte. Anschließend hatten die Gäste dreimal Satzball (24:25, 25:26, 26:27), doch Tanja Großer konnte mit klugen Angriffen alle Satzbälle abwehren. Beim Spielstand von 27:27 setze Danielle Brisebois ihren Angriff knapp ins Aus und der VCW hatte wieder einen Satzball, den Shannon Dugan mit einem diagonal geschlagenen Angriff für den VCW verwandeln konnte. Damit ging Satz Nr.1 mit 29:27 an den VC Wiesbaden. 

Im zweiten Satz dann ein ähnliches Bild: Wieder stand es 17:22 aus VCW-Sicht, doch die Aufholjagd ließ auf sich warten. Beim Spielstand von 20:24 schien der Satz schon verloren, doch dann legten Nynke-Oud, Klará Vyklicka und Co. dann noch einmal alles in die Waagschale. Zunächst konnten alle vier Satzbälle abgewehrt werden und Tanja Großer brachte den VCW sogar mit 25:24 in Führung. Die Erfurterinnen fingen sich jedoch und glichen wieder aus. In der Folge wechselte die Führung hin und her, aber kein Team schaffte es, einen Satzball zum Punkt zu verwandeln. Erst als Renate Bjerland ihren Angriff knapp ins Aus setze, fand der Satz mit 28:30 sein Ende. Somit ging es mit einem 1:1-Zwischenstand in die 10-Minuten-Pause. 

Die folgenden zwei Sätze waren ebenfalls gespickt mit langen, hochspannenden Ballwechseln, doch beide endeten ohne Verlängerung. Mit 25:22 ging der 3. Satz an den VCW, den 4. Satz konnte sich Erfurt mit 25:16 sichern. Der Tie-Break musste also über Sieg oder Niederlage entscheiden. Von Beginn an sah es so aus, als müsste sich der VCW mit einer Niederlage zufriedengeben, denn die Erfurterinnen gingen von Beginn an in Führung und konnten diese dann stetig ausbauen. Zur ersten technischen Auszeit stand es bereits 5:8 aus VCW-Sicht. Als Paula-Katharina Reinisch schließlich zum 14:10-Matchball für Erfurt punktete, schien das Schicksal besiegelt. Doch das ohnehin schon außergewöhnliche Match fand ein furioses Finale, mit dem wohl keiner mehr rechnete. Zunächst punktete Frauke Neuhaus zum 11:14. Tanja Großer musste nun eine Aufschlagsserie hinlegen – und die gelang ihr: „Ich habe mich für sichere Aufschläge entschieden, anstatt volles Risiko zu gehen“, so Tanja Großer. Sie brachte alle Aufschläge übers Netz. Den Erfurterinnen gelang es hingegen nicht, aus der eigenen Annahme heraus zu punkten und den Sack zuzumachen. Der VCW konnte alle vier Matchballe abwehren. Beim Spielstand von 14:14 punktete Großer dann sogar mit einem Ass zum 15:14 und plötzlich hatte der VCW einen Matchball. Erneut schafften es die Erfurterinnen nicht, aus der eigenen Annahme einen Punkt zu machen, denn Nynke Oud parierte. Das Zuspiel übernahm dann Lisa Stock, die auf Tanja Großer zuspielte. Großer nutzte ihre Punktchance und machte das spielentscheidende 16:14 nach einem mutigen Angriff aus dem Hinterfeld. Unter lautstarkem Beifall der Fans wurde sie folgerichtig zur wertvollsten Spielerin der Partie gewählt. 

„Klar, wir freuen uns über den ersten Heimsieg in der Saison, besonders nach diesem Spielverlauf. Trotzdem haben wir heute einen Punkt abgeben müssen. In den nächsten Wochen müssen wir intensiv und fokussiert daran arbeiten, dass wir in den folgenden Spielen den Gegner nicht so oft zurück ins Spiel kommen lassen und unseren Matchplan konsequent bis zum Schluss durchziehen“, so Tanja Großer.

Nach drei Spielen in acht Tagen erwartet den VCW nun eine spielfreie Woche. Das nächste Ligaspiel steht am 30.11. an. Dann geht es bei den Roten Raben Vilsbiburg um die nächsten drei Punkte. 

VCW schlägt Suhl im „Schlüsselspiel“ mit 3:2 14 November 2019

(SG / Wiesbaden / 13.11.2019) Der VC Wiesbaden hat das wichtige Auswärtsspiel beim VfB Suhl Lotto Thüringen mit 3:2 gewonnen und sichert sich damit zwei wichtige Tabellenpunkte. In dem über zweistündigen und hochintensiven Match mobilisierten beide Teams all ihre Kräfte und kämpften bis zum Schluss um jeden Punkt. Als wertvollste Spielerinnen der Partie wurden Hester Jasper (Suhl) und Klara Vyklická (VCW) gekührt.

„Wir sind sehr glücklich, dass wir dieses lange Match am Ende für uns entscheiden konnten und endlich mit einem Erfolgserlebnis und Punkten im Gepäck nach Hause fahren können“, freut sich VCW-Diagonalangreiferin Renate Bjerland über das Ergebnis. „Jetzt können wir mit Rückenwind in das Heimspiel gegen Erfurt am Sonntag gehen.“ Insbesondere Bjerland ist es, die einen maßgeblichen Anteil an dem Tie-Break-Sieg hat, denn mit 19 Punkten war sie, wie auch schon in der Partie gegen Aachen, beste Punktesammlerin auf Seiten des VCW. 

Die Partie in der Suhler „Wolfsgrube“ startete ausgeglichen und beide Teams fanden gut ins Spiel. Doch beim Spielstand von 10:9 für den VCW startete Mittelblockerin Nathalie Lemmens eine starke Aufschlagserie, brachte so den Suhler Annahmeriegel in Bredouille und damit dem VCW eine 14:10-Führung. Diese Führung ließ sich der VCW nicht mehr aus der Hand nehmen – und konnte sie sogar noch Stück für Stück ausbauen. Mit 25:19 ging der erste Satz an den VC Wiesbaden. Allein in Satz eins kam Renate Bjerland auf sechs Punkte und herausragende 86% Angriffseffizienz. 

Im zweiten Satz nahm das Spiel weiter Fahrt auf und schon hier hätte der VCW die vorentscheidende 2:0-Satzführung erspielen können. Ab dem Spielstand von 19:19 machten die Schützlinge um Cheftrainer Christian Sossenheimer jedoch zu viele Eigenfehler im Angriff und Aufschlag. Der Satz ging mit 25:21 an Suhl. Im 3. Satz und beim Spielstand von 15:15 wurden die Nerven der Spielerinnen erneut auf die Probe gestellt und es war gänzlich unklar, welches Team es nun schaffen würde, das Zepter der Partie an sich zu reißen. Doch in diesem Satz griffen Shannon Dougan, Tanja Großer und Co. mutiger an und belohnten sich mit einem 25:18-Satzerfolg. Beflügelt vom ersten Tabellenpunkt, den der VCW nun sicher im Gepäck Tasche hatte, erspielte sich das Team im dritten Satz prompt eine 5:1-Führung. Doch die Suhlerinnen, die vor der Partie noch ohne Punkt in der laufenden Saison dastanden, legten alles in die Waagschale, kämpften sich Stück für Stück in den Satz und konnten den Satz letzten Endes mit 25:22 gewinnen. 

Der Tie-Break musste also über Sieg und Niederlage entscheiden. Zwar legte Suhl mit einer 2:0 Führung vor, doch der VCW fand rechtzeitig in die Spur und dominierte ab der 5:4-Führung den Satz bis zum Schluss. Beim Spieltand von 14:10 für den VCW war es ein Suhler Aufschlagsfehler, der den Satz mit schließlich 15:10 beendete und den ersten Saisonsieg des VCW besiegelte. 

Christian Sossenheimer zeigte sich nach der Partie zufrieden mit seinen Spielerinnen: „Dass das heute kein leichtes Spiel werden würde, war uns allen klar. Aber das Team hat den Kampf angenommen und alle haben alles gegeben, um heute endlich mit einem Sieg nach Hause zu fahren. Ab morgen konzentrieren wir uns dann auf den nächsten Gegner Erfurt. Da wollen wir unbedingt nachlegen und dann auch den ersten Heimsieg der Saison einfahren.“ 

Das Heimspiel gegen Schwarz-Weiß Erfurt am Sonntag (17.11.) startet um 16:00 Uhr. Tickets gibt es noch unter www.vc-wiesbaden.de/tickets zu erwerben. Wie schon bei der Partie gegen Aachen bietet der VC Wiesbaden ein Ticket-Special an: Bei Familien mit zwei oder mehr Kindern, ist der Eintritt ab dem zweiten Kind frei.

VCW reist zum „Schlüsselspiel“ nach Suhl 12 November

Nach der 0:3-Niederlage des VC Wiesbaden am Sonntag gegen die Ladies in Black Aachen bleibt für den VCW nicht viel Zeit zur Analyse. Bereits am Mittwoch steht für das Team um VCW-Cheftrainer Christian Sossenheimer beim VfB Suhl Lotto Thüringen das nächste Pflichtspiel an. Anpfiff in der „Wolfsgrube“ in Suhl ist um 19:00 Uhr. 

„Gegen Aachen haben wir unseren Matchplan nicht so umsetzen können, wie wir uns das vorgenommen hatten. Wir haben nicht druckvoll genug aufgeschlagen und angegriffen. Dazu kam die Nervosität in den entscheidenden Spielphasen. Da haben wir zu viele Geschenke an Aachen verteilt“, analysiert Christian Sossenheimer die Niederlage.

Ein Blick auf die Statistik zeigt, wie konstant die Aachenerinnen über alle drei Sätze hinweg spielten: Kein einziger Annahme- und nur wenige Angriffsfehler, eine solide Angriffseffizienz (44 Prozent) und eine herausragende Vanessa Agbortabi (16 Punkte) machten am Ende den Unterschied aus.

Nach vier Spieltagen kann der VCW bisher nur einen Punkt auf dem Konto verbuchen. VCW-Geschäftsführer Christopher Fetting betont jedoch das schwere Auftaktprogramm: „Klar, wir haben uns erhofft mehr Punkte aus den ersten vier Spielen mitnehmen zu können. Es muss jedoch auch bedacht werden, mit welchen Gegnern wir es bisher zu tun hatten: Neben Straubing und Aachen haben wir bereits gegen Stuttgart, Potsdam und im DVV-Pokal gegen den Titelverteidiger Schwerin spielen müssen.“ Ein Blick auf die Tabelle genügt, um zu wissen, dass dies ein denkbar schwieriges Auftaktprogramm für den VCW war. Mit Stuttgart (1. Platz), Aachen (2. Platz) und Schwerin (3. Platz) ging es bereits gegen die bisherigen Top-Teams der Liga. Auch der vor der Saison besonders hoch gehandelte SC Potsdam (5. Platz) spielt in der Tabelle oben mit.

Nun geht es in die „Thüringen-Woche“ mit der Partie gegen Suhl am Mittwoch und dem Heimspiel am Sonntag gegen Schwarz-Weiß Erfurt. „Suhl und Erfurt sind unsere direkten Tabellennachbarn und gegen die müssen wir natürlich gewinnen, um uns in der Tabelle wieder nach vorne zu schieben. Daran führt kein Weg vorbei“, so Christian Sossenheimer. „Bis zum Spiel am Mittwoch liegt nun unser gesamter Fokus auf dem Schlüsselspiel gegen Suhl. Ich glaube fest daran, dass mein Team die Fähigkeiten hat, dieses Spiel für sich zu entscheiden. Vor allem brauchen wir die nötige Entschlossenheit, um in den entscheidenden Phasen zu punkten.“

Der VfB Suhl Lotto Thüringen hat bereits fünf Spiele in dieser Saison hinter sich, steht jedoch noch ohne Punkt da. Für die Gastgeberinnen steht somit ebenfalls einiges auf dem Spiel, ein spannender Kampf um die wichtigen drei Punkte ist also vorprogrammiert. Das Spiel wird für alle Fans live und kostenlos ab 18:45 Uhr auf sporttotal.tv übertragen.

VCW verliert mit 0:3 gegen Aachen

Der VC Wiesbaden hat sein viertes Saisonspiel vor heimischem Publikum gegen die Ladies in Black Aachen mit 0:3 (17:25; 21:25; 21:25) verloren. Die 1.570 Zuschauer in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit sahen ein hochspannendes Spiel, in dem die Aachenerinnen einmal mehr ihre herausragende Spielform unter Beweis stellten.

Mit Klara Vyklicka und Nathalie Lemmens im Mittelblock, Shannon Dugan und Tanja Großer im Außenangriff und Renate Bjerland (Diagonal) sowie Nynke Oud (Zuspiel) setzte VCW-Cheftrainer Christian Sossenheimer auf einen Mix aus jungen Talenten und erfahrenen Spielerinnen in der Starting-Six. Auf Zuspielerin Lauren Plum musste Sossenheimer aufgrund von Knieproblemen verzichten.

Das Match startete äußerst hochklassig: Beide Zuspielerinnen setzten ihre Angriffsriegen gekonnt in Szene und die Fans auf den Rängen konnten lange und spektakuläre Ballwechsel bejubeln. Nach der ersten technischen Auszeit (bei 8:7 für Aachen) waren es dann die Aachenerinnen, die sich durch eine äußerst stabile Annahme und mutige Angriffe absetzen konnten und zeigten, warum sie nach vier Spieltagen zurecht ganz oben in der Tabelle mitspielen. Satz eins endete mit 17:25 aus Sicht des VCW. Besonders Außenangreiferin und spätere MVP Vanessa Agbortabi zeigte sich in Topform. Sie stand über alle drei Sätze sicher in der Annahme und war gleichzeitig mit insgesamt 16 Punkten beste Punktesammlerin.

Die beiden folgenden Sätze entschieden sich wie sooft in dieser VCW-Saison erst spät und letztlich mit dem besseren Ende für den Gegner. Eine 17:16- bzw. 17:15-Führung in den Sätzen zwei und drei reichten trotz der lautstarken Fans im Rücken nicht für einen Satzgewinn. Wieder waren es die Aachenerinnen, die mehr Kaltschnäuzigkeit und Durchschlagskraft in den entscheidenden Situationen besaßen und so beide Sätze mit 25:21 für sich entschieden.

„Wenn es gegen Ende des Satzes ernst wird, verlassen uns in dieser Saison zu oft die Nerven und uns passieren Fehler, die wir sonst im Spielerlauf nicht machen“, so VCW-Kapitänin Selma Hetmann nach dem Spiel. „In diesen Situationen dürfen wir uns nicht mehr beirren lassen!“

„Wenn es eng wurde haben wir heute Geschenke verteilt und uns hat hier die letzte Konsequenz gefehlt. Jetzt kommen mit Suhl und Erfurt zwei Schlüsselspiele auf uns zu, die wir definitiv gewinnen müssen!“, so Christian Sossenheimer.

Die Thüringen-Woche startet am Mittwoch beim VfB Suhl Lotto Thüringen. Am Sonntag geht es im Heimspiel gegen Schwarz-Weiß Erfurt. Tickets für die Partie gibt’s noch unter www.vc-wiesbaden.de/tickets zu kaufen.

2:3: VCW erkämpft Punkt gegen SC Potsdam

Die Volleyballerinnen des 1. VC Wiesbaden haben ihr erstes Heimspiel der Saison 2019/2020 gegen den SC Potsdam knapp mit 2:3 (25:14; 25:17; 11:25; 15:25; 13:15) verloren. Durch die zwei gewonnenen Sätze kann sich der VCW jedoch über den ersten Punkt in der laufenden Saison freuen.

Nach einer spektakulären Lichtshow im Rahmen des 15. Bundesligajubiläums erlebten die 1.407 Zuschauer in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit zunächst ein spielerisches Feuerwerk der Gäste aus Potsdam. Das Team um Cheftrainer Guillermo Hernández ging zu Beginn des ersten Satzes prompt mit 0:5 in Führung. Aufgrund dessen griff VCW-Coach Christian Sossenheimer schon früh zum Mittel der Wahl und nahm die erste taktische Auszeit. Im Anschluss fand der VCW in die Partie, holte den Rückstand im Eiltempo wieder auf und ging sogar mit einer 8:7-Führung in die erste technische Auszeit. Durch mutige Angriffe einerseits und eine hohe Fehlerquote auf Seiten des SC Potsdam konnten die VCW-Spielerinnen den Vorsprung zur zweiten technischen Auszeit auf 16:11 ausbauen. Schließlich war es Diagonalangreiferin Frauke Neuhaus, die dem ersten Satz durch eine furiose Aufschlagsserie ein schnelles Ende bereitete. Beim Spielstand von 18:14 bekam sie das Aufschlagsrecht, welches sie durch druckvolle Aufschläge gekonnt ausnutzte. Der SC Potsdam wackelte in der Annahme und konnte so seine Side-outs nicht durchbringen. Nach sieben Punkten am Stück gewann der VCW Satz 1 deutlich mit 25:14. 

Im zweiten Satz startete der VCW von Beginn an hellwach und konnte sich schnell mit 8:2 bzw. 16:10 von Potsdam absetzen. „Wir haben konzentriert unseren Matchplan durchgezogen, mutig angegriffen und durch druckvolle Aufschläge Potsdam zu einer hohen Fehlerquote gedrängt“, resümiert Tanja Großer die ersten beiden Sätze. Das starke Auftreten des VCW-Teams wurde mit einem 25:17 Satzerfolg belohnt, mit dem es in die sechsminütige Satzpause ging. 

Nach der kleinen Pause kamen die Potsdamerinnen wie ausgewechselt auf das Feld. Die Annahme stabilisierte sich und die Angriffsschläge wurden immer ausgefeilter. Auf Seiten des VCW rissen hingegen alle Fäden. Bis zum Spielstand von 6:10 spielten die Hesseninnen noch einigermaßen auf Augenhöhe mit, doch dann zogen die Gäste davon und konnten die Führung zur zweiten technischen Auszeit auf 6:16 ausbauen. „Wir haben ab dem 3. Satz unsere Leichtigkeit verloren und durch viele Fehler – insbesondere in der Annahme – Potsdam in die Partie gebracht“, meint Diagonalangreiferin und VCW-Neuzugang Frauke Neuhaus. „Durch die Probleme in der Annahme hat uns dann die Option über die Mitte zu spielen gefehlt, was es für Potsdam leicht gemacht hat, einen guten Block zu stellen“, ergänzt Cheftrainer Christian Sossenheimer. In der Tat war der Block ein wichtiger Faktor für den Erfolg des SC Potsdam: Insgesamt standen für die Brandenburgerinnen 15 Blockpunkte zu Buche (VCW 10), wovon fast alle ab dem 3. Satz gemacht wurden.   Nach der 6:16-Führung machten die Potsdamerinnen kurzen Prozess und holten sich Satz Nummer 3 mit 11:25. 

Das Bild änderte sich auch im vierten Satz nicht. Die VCW-Spielerinnen ließen auch hier ab dem Spielstand von 6:10 den SCP deutlich davonziehen und gaben den Satz mit 15:25 her. Somit musste nach vier gespielten Sätzen der Tie-Break über Sieg oder Niederlage entscheiden. Bis zum Spielstand von 5:5 konnte sich keines der beiden Teams absetzen, doch dann waren es erneut die Gäste, die durch mutige Angriffsschläge in die Offensive gingen – mit Erfolg. Zur technischen Auszeit, die im Tie-Break den Seitenwechsel bedeutet, führte Potsdam mit 5:8. Der Vorsprung von drei Zählern hielt bis zum Spielstand von 10:13. In der Crunch-Time konnten die von den Fans lautstark unterstützten VCW-Spielerinnen noch einmal auf 12:13 bzw. 13:14 herankommen. Wie schon gegen NawaRo Straubing konnten eigene Punktchancen nicht genutzt werden und so es waren die Potsdamerinnen, die am Ende durch mutige Angriffe den Satz mit 13:15 und das Spiel mit 2:3 für sich entscheiden konnten. Damit gehen zwei Punkte auf das Konto des SC Potsdam und einer bleibt in Wiesbaden. Als wertvollste Spielerin der Partie wurde auf Seiten des SC Potsdam Zuspielerin Denise Imoudu gewählt. Die MVP-Silbermedaille ging an Tanja Großer, die insgesamt stolze 24 Punkte für den VCW erzielte.

Bereits am Samstag steht das nächste Pflichtspiel für den VCW an. Dann geht es beim amtierenden Meister Allianz MTV Stuttgart um die nächsten Punkte in der 1. Volleyball Bundesliga. Für alle, die LIVE in der SCHARRena dabei sein wollen, bietet der VC Wiesbaden eine Fanfahrt an. Anmeldungen sind noch unter info@vc-wiesbaden.de möglich. 

DVV-Pokal-Achtelfinale: VCW verliert mit 0:3 gegen SSC Palmberg Schwerin

(Silas Gottwald / Wiesbaden /02.11.2019) Der VC Wiesbaden muss sich im Achtelfinale des DVV-Pokals mit 0:3 beim SSC Palmberg Schwerin geschlagen geben. In allen drei Sätzen konnten sich die starken Gastgeberinnen, die zugleich Titelverteidiger sind, klar (25:17; 25:17; 25:18) durchsetzen.

Das Spiel startete für den VCW, der ohne die erkrankte Kapitänin Selma Hetmann nach Schwerin reisen musste, durchaus vielversprechend: Direkt zu Beginn erarbeitete sich das Team eine 4:1-Führung und bis zum Spielstand von 13:11 behielt der VCW dank kämpferischer Abwehraktionen die Oberhand. Doch dann fanden die Schwerinerinnen in die Partie und zeigten ihre ganze Klasse. Ex-VCW-Spielerin Kimberly Drewniok, Greta Szakmáry und Lauren Barfield schmetterten den SSC zum 25:17 Satzerfolg. So ging es dann auch in den folgenden beiden Sätzen weiter: Mit 25:17 und 25:18 konnten die Gastgeberinnen deutliche Satzgewinne feiern. Besonders SSC-Mittelblockerin Lauren Barfield verwandelte ihre Punktchancen eiskalt und kam so auf eine Angriffseffizienz von 90%. Auch Diagonalangreiferin Kimberly Drewniok machte mit insgesamt 17 Punkten ein großartiges Spiel. „Beim SSC hat heute sehr vieles sehr gut funktioniert. Auf der anderen Seite haben wir Schwerin im Aufschlag nicht so unter Druck setzen können, wie wir uns das vorgenommen haben. Darüber hinaus haben wir heute im Angriff unsere Punktchancen nicht gut genug genutzt.“ Christian Sossenheimer findet ebenfalls großes Lob für die Schweriner Leistung: „Schwerin war heute schlichtweg zu stark. Alle Spielerinnen haben es geschafft, ihre hohe individuelle Leistung auf das Feld zu bringen. Somit hat Schwerin heute verdient gewonnen.“ Als wertvollste Spielerinnen der Partie wurden beim VCW Renate Bjerland und beim SSC Lauren Barfield gekürt.

Durch die Niederlage endet für den VCW, der bereits 2013 und 2018 in das Pokalfinale einziehen konnte, die #MissionMannheim. Nun gilt der gesamte Fokus der laufenden Bundesliga-Saison. Dort steht in einer Woche, am 10. November, das nächste Heimspiel gegen die Ladies in Black Aachen an. Tickets gibt es noch unter www.vc-wiesbaden.de/tickets zu kaufen.