SPD Niederhausen 5ter März

Ja zur Energiewende – Nein zu Ultranet mitten in unseren Wohngebieten

Ultranet löst in allen betroffenen Gemeinden entlang der Strecke erhebliche Ängste und Widerstand aus. Sehr viele Bürger haben große Sorge um mögliche Gesundheitsgefährdungen durch diese neue Technologie, die Wechsel- und Gleichstrom zusammen auf einem Gestänge führt. Die elektromagnetische Strahlung erhöht sich durch den gegenseitigen Einfluss der Wechsel- und Gleichstromfelder überproportional. Ultranet ist ein unerprobtes Forschungsprojekt, ca. 5.000 Trassenanwohner in Niedernhausen sind die Versuchskaninchen: Nachweise über die Höhe und Unbedenklichkeit der elektromagnetischen Strahlung liegen nicht vor.

Am 8.11.2025 wurde Ultranet nach elfjähriger (!) Planung von der Bundesnetzagentur (­BNetzA) genehmigt – exakt genauso, wie vom Netzbetreiber Amprion beantragt: Mitten durch unsere Wohngebiete, direkt vor den Schlaf- und Wohnzimmern, hinweg über Spiel- und Bolzplätze.

Alle zum Schutz der Anwohner eingebrachten Vorschläge von Bürgern, Verbänden und der Gemeinde über, Trassenalternativen zur Umgehung der Siedlungen wurden mit fadenscheinigen Begründungen vollständig abgelehnt.

Die Genehmigung ist ein Schlag ins Gesicht aller Menschen, die sich seit gut 10 Jahren für ein lebens- und liebenswerteres Niedernhausen einsetzen, um kleine Verschwenkungen der Starkstromleitungen aus den Wohngebieten heraus zu erreichen. Die Bürgerbeteiligung wird durch diesen Beschluss zur ­Farce, lokale demokratische Teilhabe ad absurdum geführt. Die letzte Chance, eine unbedenkliche und nachhaltige Trassenführung zu realisieren, liegt in der Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG).

Die Arbeitsgruppe Ultranet, bestehend aus Rheingau-Taunus-Kreis, sowie den Kommunen Hofheim, Idstein, Hünstetten sowie natürlich Niedernhausen haben beschlossen, die Klage des Vereins „Umweltschutz Taunus e. V.“ finanziell in erheblichen Maße zu unterstützen. Der Klage haben sich auch mehrere Private angeschlossen. Der Verein „Umweltschutz Taunus e. V.“ ist ein Zusammenschluss aller Bürgerinitiativen der betroffenen Nachbarkommunen und ist als Umweltorganisation anerkannt. Die Klage wurde am 22.12.2025 beim BVerwG eingereicht.

Die SPD wird sich weiterhin aktiv für die Verschwenkung und ein Strommasten freies Niedernhausen einsetzen. Dafür wurde vom Verein schon viel Vorarbeit in Form von Studien, u. a. eine Prognose zur Strombedarfsentwicklung, eine Machbarkeitsstudie zur Entwicklung eines nachhaltigen und urbanen Ortsgefüges einschließlich Verlegung des Umspannwerks geleistet. Durch die Verlegung des Umspannwerks und der Stromtrassen könnten diese Flächen entwickelt werden für z. B.

  • dringend benötigten Wohnraum
  • eine „Neue Ortsmitte“
  • Gemeindebedarfseinrichtungen
  • Grünflächen,

und zwar innerorts, sodass wertvolle Ressourcen auf der grünen Wiese oder dem Acker geschont werden.

Fakt ist: die Verlegung des Umspannwerks ist auch ohne gerichtlichen Erfolg gegen Ultranet technisch möglich und langfristig notwendig.

Es ist eine reizvolle und zugleich anspruchsvolle Herausforderung zur Steigerung der Umwelt- und Lebensqualität unserer Heimat.

Diese Chance wollen wir nutzen, gemeinsam, weiterdenkend, für Niedernhausen.

Manfred Hirt, Jahrgang 1955, verheiratet, 3 Kinder und 4 Enkelkinder, Dipl.-Ing. Elektrotechnik. Bei „Ultranet“ hat das „Schutzgut Mensch“ für mich erste Priorität. Ich stehe für die langfristige, positive Zukunftsentwicklung des Ortsbildes, für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und ein solidarisches Miteinander. Bei der Kommunalwahl am 15. März 2026 kandidiere ich parteilos auf dem SPD-Listenplatz 9 für die Gemeindevertretung und auf Platz 1 für den Ortsbeirat Niedernhausen.

ov@spd-niedernhausen.de