Für unser Familienzentrum „Fritz“: SPD fordert mehr finanzielle und strukturelle Unterstützung vom Land und Kreis.
In den vergangenen zwei Mitgliederversammlungen setzte sich die SPD-Parteibasis intensiv mit der finanziellen Situation des Niedernhausener Familienzentrums „Fritz“ auseinander und beschloss folgenden Antrag für den kommenden Parteitag der SPD Rheingau-Taunus:
1) Die Kreistagsfraktion wird gebeten, im Rahmen einer Gesetzesinitiative adäquate Planungs- und Zukunftssicherheit für die aktuell 229 hessischen Familienzentren zu schaffen. Dabei soll insbesondere fokussiert werden:
- Umstellung der Landesförderung von Jährlichkeit auf 3-Jahres-Zeiträume
- Schaffung eines Anreizprogramms für Kommunen und Landkreise/kreisfreie Städte, um ihrerseits Familienzentren in 3-Jahres-Zeiträumen mitzufinanzieren
2) Die Kreistagsfraktion wird gebeten, die Beschusszuschuss des Rheingau-Taunus-Kreises für Familienzentren auf 3-Jahres-Zeiträume auszuweiten.
Zur Begründung heißt es insbesondere:
Die 229 in 2025 vom Land Hessen geförderten Familienzentren bieten im jeweiligen Sozialraum Angebote für Beratung, Begegnung, Bildung und Betreuung. Unterschiedliche Träger arbeiten mit nur wenigen Hauptamtlichen, teils nur einer Person und vielen ehrenamtlichen Mitarbeitenden im Sinne der Daseinsvorsorge und für demokratischen Zusammenhalt. In Familienzentren begegnen sich Menschen jeder geografischen und sozialen Herkunft, aller Altersgruppen, aus unterschiedlichen Lebenssituationen.
Daher ist es wichtig, Familienzentren auf gesicherte finanzielle und strukturelle Füße zu stellen, damit sie dauerhaft und ohne jährlich neues finanzielles Risiko arbeiten können. Derzeit beträgt die Landesförderung 18.000 EUR jährlich und muss bis Ende Oktober fürs Folgejahr jährlich neu beantragt werden. Die Zusage erfolgt erst im März/April des dann bereits laufenden Geschäftsjahrs. Die Förderung von Kreis und Kommunen unterliegen der politischen Willensbildung vor Ort und damit der Lobbyarbeit des einzelnen Familienzentrums.
Die SPD setzt sich dafür ein, dass Familienzentren im Sinne der Förderung von schwerpunktmäßig ehrenamtlichen Strukturen höchste Priorität in den freiwilligen öffentlichen Leistungen der Landkreise und Kommunen bekommen.
Mit beispielsweise einem zugesagten Förderbetrag von jeweils 25.000 EUR seitens Land Hessen und Kreis und Kommune können große Teile einer hauptamtlichen Leitung (aber keine Vollzeitstelle!) und eines ca. 100 qm großen Raum finanziert werden. Die Förderung sollte über 3-Jahres-Zeiträume zugesagt werden, um Planungssicherheit zu gewährleisten. Die fachliche Unterstützung erfolgt in Hessen über die Fachstelle Familienzentren der Karl-Kübel-Stiftung. Die inhaltlichen Inputs der Fachtage und Vernetzungstreffen sind exzellent und müssen im existierenden Umfang fortgeführt und ausgebaut werden.
Solveig Golz-Fuchs, 47 Jahre, verheiratet und Mutter von zwei Kindern, seit 2021 Mitglied im Ortsbeirat Niederseelbach. Ich finde, dass vielfältige Angebot des Fritz ist eine wertvolle Bereicherung für Niedernhausen. Bei der Kommunalwahl am 15. März 2026 kandidiere ich auf dem SPD-Listenplatz 2 für die Gemeindevertretung und den Ortsbeirat Niederseelbach. Meine Themenschwerpunkte sind soziale Daseinsvorsorge und gesellschaftliche Teilhabe.
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