Niedernhausener Anzeiger KW 14
„Gut orientiert im Leistungsdschungel“: Gemeinde und „Kompetenzzentrum Pflege“ informieren
Die Angebote im Bereich „Pflege“ im weitesten Sinne sind reichhaltig. Für viele Bedürfnisse findet sich eine Lösung – aber erst mal finden muss man sie! Orientierung im Leistungsdschungel bietet das „Kompetenzzentrum Pflege“ des Rheingau-Taunus-Kreises. In Zusammenarbeit mit der Niedernhausener Gemeindepflegerin Carina Kertzinger hat das Kompetenzzentrum seine Angebote am 25. März einem interessierten Publikum vorgestellt. Die Referentinnen Carmen Mathias und Mareike Overdick gaben einen fundierten Überblick für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen: Welche Angebote gibt es, und wie fange ich mit dem „Hilfe suchen“ überhaupt erstmal an? Wie kann man als „pflegebedürftig“ anerkannt werden und einen Pflegegrad zugewiesen bekommen? Und welche möglichen Maßnahmen und Unterstützungsmöglichkeiten ergeben sich daraus?
Diese Info-Veranstaltung wird sicher nicht die letzte geblieben sein. Wer sich derzeit mit dem Thema beschäftigt und Antworten sucht, kann sich direkt beim Kompetenzzentrum Pflege des RTK informieren: www.gutversorgt.rheingau-taunus.de Auch die Niedernhausener Gemeindepflegerin Carina Kertzinger steht als Ansprechpartnerin zur Verfügung, am einfachsten erreicht man sie per Email unter gemeindepflege@niedernhausen.de.
Osterbrunnen in Niedernhausen: Woher kommt diese schöne Tradition?
Wir haben an dieser Stelle die angenehme Pflicht, uns mal wieder zu bedanken: Bei den vielen fleißigen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die in den letzten Tagen in den Niedernhausener Ortsteilen den öffentlichen Raum schmücken: Grüne Zweige und bunte Ostereier stimmen uns nach einem doch recht grauen Winter auf Ostern und den Frühling ein! Besonders die historischen Dorfbrunnen verwandeln sich durch Aufsetzen einer „Osterkrone“ in „Osterbrunnen“.
Ein uralter Brauch, der seit Menschengedenken in unserer Region verwurzelt ist? Das ist tatsächlich nicht so. Österlich geschmückte Brunnen tauchen im frühen 20. Jahrhundert in der Fränkischen Schweiz, der Region nordöstlich von Nürnberg, auf. Die volkskundliche Forschung nimmt an, dass das Brunnenschmücken Besucher anlocken sollte, denn die Fränkische Schweiz entwickelte sich um 1900 zu einer boomenden Tourismusregion. Für einen Ursprung der Osterbrunnen in vorchristlichen religiösen Kulten finden sich keine Belege. Die Praxis des Brunnenschmückens hat sich im Laufe des 20. Jahrhunderts in viele Teile Deutschlands ausgebreitet.
Egal wie das mit dem historischen Hintergrund auch sein mag, die geschmückten Brunnen sehen wunderschön aus und bringen nach dem grauen Winter Farbe in unsere Gemeinde. Allen, die beim Schmücken geholfen haben, herzlichen Dank!
Baustellen-Update bis 12.04.2026: Wo wird in Niedernhausen und Umgebung gebaut?
HessenMobil saniert: Ortsdurchfahrt Ehlhalten und L3026 Oberseelbach-Idstein
HessenMobil führt Sanierungsarbeiten an der Ortsdurchfahrt Eppstein-Ehlhalten (L3027/ Langstraße) durch. Die Ortsdurchfahrt Ehlhalten wird dazu vom 30.03. bis voraussichtlich 10.04. voll gesperrt. Ehlhalten ist für 10 Tage ein „geteiltes Dorf“. Die Sperrung befindet sich in Ehlhalten zwischen Borngasse und der Kirche. Der Teil Ehlhaltens in Richtung Oberjosbach kann von Oberjosbach aus angefahren werden. Der Teil jenseits der Sperrung (von Oberjosbach aus gesehen), muss über Niederjosbach und Vockenhausen aus angefahren werden.
Ebenfalls sanierend aktiv ist HessenMobil auf der Landesstraße L3026 von Niedernhausen nach Idstein. Hier werden auf der Höhe von Oberseelbach Schäden der Asphaltdecke behoben. Dazu muss die Straße vom 10. bis 12. April 2026 zwischen Oberseelbach (Kreisel) und Einmündung der „Hohl“ voll gesperrt werden. Die Umleitung ist sehr weiträumig ausgelegt: Sie erfolgt von Niedernhausen in Richtung Idstein über Oberseelbach, Lenzhahn und Heftrich.
Und noch etwas allgemein zum Thema Baustellen:
Wir wissen und verstehen, dass die gerade stattfindenden Baumaßnahmen vielen von Ihnen einiges an Geduld abverlangen. Geduld, die man im hektischen Alltag oft nur mit Mühe aufbringt. Besonders, wenn mehrere Maßnahmen gleichzeitig eine Straße oder einen Ortsteil betreffen, hat man schnell die sprichwörtliche „Nase voll“. Gleichzeitig sind diese Bauprojekte aber dringend notwendig, um die lebenswichtige Infrastruktur um uns herum auf dem neusten Stand zu halten.
Wir alle wollen, dass Schäden ausgebessert werden, dass wir Bushaltestellen effektiv benutzen können, oder dass wir schnelles Internet haben. Damit das möglich wird, muss aber gebaut werden. Und das geht leider nicht über Nacht und wie von Zauberhand! Beim Bauen kommt es immer mal wieder zu Unwägbarkeiten. Da muss eine Fachfirma ihren Plan ändern und 10 Meter Gehweg zusätzlich sperren, oder das Wetter ist zu nass zum Beton gießen und eine Bauzeit verlängert sich. Das lässt sich leider weder ändern noch vermeiden!
Daher danken wir allen in Niedernhausen, die derzeit Verständnis aufbringen, Rücksicht nehmen und mehr Zeit einplanen!
