Niedernhausener Anzeiger KW 19
Für ein Jahr zu uns ins Team: Freie Plätze für das „Freiwillige Soziale Jahr“ in Niedernhausener Kitas
Auch in diesem Jahr sind wieder Plätze frei für Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in den Kitas der Gemeinde Niedernhausen machen möchten. Ein sehr interessanter Freiwilligendienst, zu dem wir regelmäßig Fragen gestellt bekommen – natürlich möchten wir gerne ein paar Einblicke geben! Was erwartet die „FSJ’ler“, was bringt so ein Jahr Freiwilligendienst – was macht ein Jahr in der Kita mit einem? Wir haben uns mit jemandem unterhalten, die es wissen muss – Rabiya Baris hat ihr FSJ in der Krippe Schatzinsel geleistet, wir haben ihr ein paar Fragen gestellt:
Warum ein FSJ, und warum gerade in der Kita?
Ich „konnte schon immer gut mit Kindern“, aber im Bereich Betreuung in der Krippe hatte ich noch keine Erfahrung. Die Kommunikation mit Kindern im Krippen-Alter läuft noch deutlich anders. Die Kinder lernen gerade erst Sprechen. Viel Kommunikation läuft über Gebärden, Verhalten, Emotionen. Diese Art der Kommunikation ist ein sehr interessanter Prozess, das hat mich gereizt!
Wie würden Sie die Aufgaben eines FSJ-Leistenden beschreiben?
Ich bin ein bisschen von allem! Natürlich als Erstes eine Ansprechpartnerin für die Kinder und ihre Begleitung durch den Alltag. Ich konnte im FSJ praktisch alle Bereiche der Kita-Arbeit kennen lernen, den Kindern beim Anziehen und Essen helfen, beim Spielen im Außenbereich mit Aufsicht führen oder bestimmte Aktivitäten mit planen und durchführen. Einzige Ausnahme sind Aufgaben, die gesetzlich den Fachkräften vorbehalten sind. Dass ich einen ganz breiten Einblick in viele Bereiche bekomme, war auch Frau Alberti [kommisarische Leiterin der Krippe Schatzinsel, d. R.] wichtig. Andere FSJler in Niedernhausen haben ähnlich gute Erfahrungen gemacht – man kann hier wirklich Einblicke bekommen und überall mithelfen, man ist als FSJler keine „billige Arbeitskraft“!
Was beinhaltet das FSJ außer der Arbeit bei der Einsatzstelle?
Die Rahmenorganisation des FSJ bei der Gemeinde Niedernhausen macht „Volunta“ aus Darmstadt, eine Organisation zur Durchführung von Freiwilligendiensten. „Volunta“ bietet verschiedene Seminare an, die man als FSJler besuchen kann. Darin geht es um übergeordnete Themen, zum Beispiel anlässlich der Kommunalwahlen um Politik, aber auch gesellschaftlich relevante Konzepte wie Nachhaltigkeit. Alles Dinge, die einem in „großen Zusammenhängen“ begegnen, aber die auch „im Kleinen“, z. B. für eine Kita-Fachkraft, interessant sind.
Was nehmen Sie aus dem FSJ mit, was haben Sie in diesem Jahr gelernt? Möchten Sie ein besonderes Erlebnis oder Erkenntnis mit uns teilen?
Mir hat das FSJ in der Krippe Schatzinsel sehr viel gebracht! Ein großer Punkt ist, dass ich viel Selbstsicherheit und Selbstvertrauen gewonnen habe. Man könnte sogar sagen, ich habe mich ein Stück weit „selbst gefunden“… Ich habe mich immer als einen eher introvertierten Menschen gesehen. Im Kontakt mit den Kindern und durch das Eingehen auf die Kinder konnte ich erleben, wie ich immer mehr „aus mir herausgekommen bin“. Zwei Dinge stechen für mich besonders heraus: Einmal das extrem positive Erlebnis, dass sich im Team der Krippe alle einbringen können mit ihren persönlichen Stärken und Interessen – und dass das auch für mich als Freiwillige gilt. Ich war immer vollwertiges Teammitglied und niemals nur „Hilfskraft“. Die zweite wunderbare Erfahrung, die ich mitnehme, ist das Vertrauen, dass mir die Kinder jeden Tag gezeigt haben, sowohl in einfachen Sachen im Alltag als auch in für sie schwierigen Situationen!
Würden Sie ein FSJ in einer Kita empfehlen? Und wenn ja, für welche Menschen passt so etwas?
Auf jeden Fall eine große Empfehlung! Ein FSJ ist, wie ich finde, genau das Richtige für alle, die nach der Schule etwas Praktisches machen und eine neue Perspektive gewinnen wollen. Ganz besonders toll ist so ein Jahr für junge Menschen, die sich selbst stärken wollen, die erfahren wollen, zu was sie wirklich fähig sind. Motivation und Lust zu neuen Erfahrungen sollte man auf jeden Fall mitbringen!
Wie geht es nach dem FSJ für Sie weiter?
Bitte nicht falsch verstehen – ich liebe die Arbeit mit Kindern und könnte mir sehr gut vorstellen, später im pädagogischen Bereich zu arbeiten. Ich habe aber auch noch andere Interessen, die ich gerne näher erforschen möchte. Mich interessiert beispielsweise auch das Themenfeld der Informatik.
Und was sagt Rabiya Baris‘ Chefin Jessica Alberti über ihre Erfahrungen mit FSJ-Leistenden?
Menschen, die bei uns freiwillig ein Jahr mitarbeiten, sind sehr wichtig für uns und alle Niedernhausener Kitas. Natürlich ist die reine personelle „Verstärkung“ wertvoll. Gleichzeitig möchte ich betonen, dass FSJler bei uns nicht „verheizt“ werden. Man hört gelegentlich von Freiwilligen, die nur Hilfsarbeiten machen müssen, die sonst keiner gerne macht – kein Wunder, dass die Motivation irgendwann weg ist. Wir bemühen uns, FSJlern wie Rabiya Baris möglichst vielfache Aufgaben zu geben, möglichst nah an der Praxis. Bei allen Tätigkeiten, die nicht explizit Fachkräften vorbehalten sind, kommen die Freiwilligen bei uns zum Zug! Dabei gewinnen beide Seiten: Die Einrichtung profitiert von den Interessen und Kenntnissen der Freiwilligen – die FSJler bekommen einen runden Eindruck vom Berufsfeld Pädagogik. Und einige kommen später wieder: das freut uns dann natürlich alle sehr!
Die Betreuung der FSJ-Leistenden läuft über das Deutsche Rote Kreuz Hessen Volunta gGmbH – Beratungscenter Wiesbaden – Flachstraße 6, 65197 Wiesbaden – www.volunta.de.
Wer Interesse an einem FSJ hat, wendet sich bitte direkt an die Volunta gGmbH, Postanschrift Rheinstraße 41, 64283 Darmstadt, Servicenummer: 0611-95249000 oder per Email: darmstadt@volunta.de bzw. info@volunta.de.
Baustellen-Update 05.05. bis 11.05.2026
Ausbau der Bushaltestelle „Altes Rathaus“ Oberjosbach: Beim barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen ist als Nächstes die Haltestelle „Altes Rathaus“ in der Untergasse in Oberjosbach an der Reihe. Der Umbau beginnt am 7. Mai und wird voraussichtlich vier Wochen dauern. Eine Ersatzhaltestelle wird in der Limburger Straße/Ecke Untergasse eingerichtet. Die Parkplätze in der Untergasse gegenüber der Haltestelle entfallen für die Dauer der Bauarbeiten. Die Untergasse bleibt befahrbar und ist für die Dauer der Bauarbeiten eine Einbahnstraße. Der Zugang zum Automaten an der Haltestelle „Altes Rathaus“ bleibt bestehen.
Geänderte Verkehrsführung durch private Baumaßnahme „Am Felsenkeller“: In der Straße „Am Felsenkeller“ in Niedernhausen finden vom 11.05. bis 26.06.2026 Bauarbeiten statt. Die Straße ist auf Höhe der Hausnummer 17 gesperrt. Aus beiden Richtungen („Zur Steinritz“ und „Am Schäfersberg“) ist die Einfahrt in den „Felsenkeller“ jeweils bis zur Hausnummer 17 möglich.
Steuern und Gebühren sind fällig
Die Gemeindekasse Niedernhausen macht darauf aufmerksam, dass die Steuern und Gebühren für das 2. Quartal 2026 am 15.05.2026 fällig werden und bis zu diesem Termin bei der Gemeindekasse eingegangen sein müssen. Bitte geben Sie bei der Überweisung das komplette Kassenzeichen an, damit die automatisierte Verarbeitung der Kontoauszüge erfolgen kann. Alle fälligen Beträge, die nicht fristgerecht gezahlt sind, werden gebührenpflichtig angemahnt.
Bei denjenigen Zahlungspflichtigen, die der Gemeindekasse ein Sepa-Basis-Lastschriftmandat erteilt haben, werden die fälligen Beträge termingerecht abgebucht. Wir empfehlen, dieses einfache und unkomplizierte Verfahren zu nutzen, um weitere Kosten zu vermeiden! Vordrucke zur Erteilung des Sepa-Basis-Lastschriftmandats können auf unserer Homepage unter www.niedernhausen.de/verwaltung-politik/formulare-und-dienstleistungen/ abgerufen werden bzw. sind bei der Gemeindekasse erhältlich und werden auf Wunsch gerne zugeschickt.
