Risiken minimieren und die Organisation voranbringen

Bistum Limburg veröffentlicht den Compliance-Bericht für das Jahr 2024

LIMBURG.- Regelverstöße und Fehlverhalten führen zu erheblichen Risiken für die Organisation und können schwere Schäden der Reputation oder rechtliche Konsequenzen verursachen. Um entgegenzusteuern, gibt es im Bistum Limburg das Compliance Management System. Die Diözese legt nun den Compliance-Bericht für das Jahr 2024 vor.

„Die Entwicklung einer Corporate Governance Kultur im Bistum Limburg ist Grundlage für vielfältige Sicherungsmechanismen, um den Auftrag der Kirche und die caritativen Aufgaben zum Gemeinwohl vertrauensvoll und glaubwürdig zu erfüllen“, heißt es in der Einleitung des Berichtes. Corporate Governance umfasst alle Regeln, Verfahren oder Gesetze, nach denen ein Unternehmen geführt oder betrieben wird. Dabei spiele ebenso die Überwachung der operativen Geschäftstätigkeit durch ein Aufsichtsorgan eine wichtige Rolle. Ziel sei unter anderem eine Stärkung des Vertrauens und der Glaubwürdigkeit der Organisation sowie eine Verbesserung der Reputation, aber auch der Schutz der Organisation vor möglichen Risiken. Es gehe darum, Sicherungsmechanismen systemisch und nachhaltig zu implementieren.

Blick zurück und nach vorn

Ein Teil des Berichtes beschäftigt sich mit der Umsetzung der Maßnahmen, die sich aus der MHG-Studie ergeben haben. Beispielsweise wurden im Jahr 2024 25 neue Fachkräfte geschult, die im Bereich Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt für jede Einrichtung, Pfarrei und Einheiten des Bischöflichen Ordinariates vorgesehen sind. Sie begleiten die Erstellung von Schutzkonzepten, wirken bei der Aktualisierung mit und verbreiten die Informationen in ihrer Einrichtung. Weiterhin sind sich ansprechbar bei Fragen und Problemen und mit den Meldewegen des Bistums bei Verdachtsfällen vertraut. Aus den Maßnahmen, die sich aus der MHG-Studie ergeben haben, resultiert auch das Gleichstellungsteam. Janina Rikovsky und Katrin Egenolf setzen sich seit dem 1. Oktober 2024 für Geschlechtergerechtigkeit im Bistum Limburg ein. Beispielsweise wurde in diesem Jahr eine Gleichstellungsanalyse veröffentlicht, die einen detaillierten Einblick in die Personalstruktur gibt und die gleichzeitig die Grundlage für den anstehenden Gleichstellungsplan bildet. 

Der Compliance-Bericht zeigt in den drei Schutzschirm-Bereichen Internes Kontrollsystem (IKS), Risikomanagementsystem (RMS) und Compliance Management System (CMS) sowie Interne Revision verschiedene Handlungsfelder für die weitere Bearbeitung auf. Dabei geht es beispielsweise um eine offene Kommunikationskultur, um Systematisierungen der Prozessaufnahmen, Schulungen der Mitarbeitenden oder auch die Entwicklung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Zudem soll die Regelung der Zusammenarbeit zwischen Compliance, Risikomanagement und Interner Revision angegangen werden, um perspektivisch die volle Wirkung des Schutzschirms entfalten zu können. 

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REDAKTION: FELICIA SCHULD

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