RTV passt lokalen Busverkehr an

Generalsanierung der rechten Rheinstrecke: RTV passt lokalen Busverkehr an den Schienenersatzverkehr an

Taunusstein, den 3. Juli 2026:  Mit der Generalsanierung der rechten Rheinstrecke zwischen dem 10. Juli und dem 12. Dezember 2026 steht der öffentliche Nahverkehr im Rheingau vor einer außergewöhnlichen Herausforderung. Die Planung, Organisation und Durchführung des Schienenersatzverkehrs erfolgen durch die Deutsche Bahn (DB)sowie den Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV). Die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) ist nicht Projektverantwortliche der Baumaßnahme, passt aber ihre lokalen Buslinien 170, 172, 173, 181,183, 185 und 187 an die veränderten Rahmenbedingungen und den Schienenersatzverkehr an.

Ziel ist es, Fahrgästen trotz der umfangreichen Baumaßnahmen möglichst kurze Wege und verlässliche Anschlüsse zu bieten. An mehreren Orten werden Linienführungen deshalb erweitert oder geringfügig angepasst, um die neuen Haltepunkte des Ersatzverkehrs direkt anzubinden.

Eltville: Direkte Anbindung der SEV-Haltestellen

Besonders deutlich zeigen sich die Veränderungen in Eltville. Da der Schienenersatzverkehr den Bahnhof nicht direkt anfährt, wurden in der Nähe der St.-Elisabeth-Kirche zwei neue SEV-Haltestellen eingerichtet – in der Rheingauer Straße Richtung Wiesbaden sowie in der Gutenbergstraße Richtung Rüdesheim und Koblenz.

Die Linien 172 (Kloster Eberbach – Kiedrich – Eltville) und 173 (Niedergladbach – Bärstadt – Schlangenbad – Rauenthal – Eltville) werden künftig beide SEV-Haltestellen bedienen, bevor sie den Bahnhof erreichen. Fahrten, die in Eltville beginnen, starten künftig am Bischof-Kilian-Platz und fahren anschließend die SEV-Haltestellen sowie den Bahnhof an. Damit entfällt für Fahrgäste der Fußweg zwischen Bahnhof und Ersatzverkehr.

Aufgrund der zusätzlichen Schleife durch die Innenstadt kommt es auf den Linien 172 und 173 bei einzelnen Fahrten zu geringfügigen Anpassungen der Fahrzeiten.

Die schulrelevante Linie 170 zwischen dem Eltviller Schulzentrum und dem Bahnhof wird um die beiden Haltepunkte „St. Elisabeth“ ergänzt.

Hattenheim: Linie 181 wird verlängert

In Hattenheim kann der Schienenersatzverkehr den Bahnhof ebenfalls nicht direkt anfahren. Stattdessen halten die Ersatzbusse ausschließlich an der Haltestelle „Weinprobierstand“ an der B 42.

Um den Umstieg zu erleichtern, verlängert die RTV die Linie 181 von Hallgarten nach Hattenheim bis zu diesem Haltepunkt. Die Fahrten beginnen und enden künftig an der ortsseitigen Haltestelle in Richtung Rüdesheim. „Für Fahrgäste, die den Bahnhof erreichen möchten, wird zusätzlich eine Ersatzhaltestelle vor dem Bahnhof eingerichtet, da der Bahnhofsvorplatz während der Bauzeit nicht befahrbar ist,“ erläutert Daniel Füldner, Leiter Leiter der Abteilung „Planung und Technik“ bei der RTV.

Geisenheim und Rüdesheim bleiben wichtige Umsteigepunkte

Auf den Linien 183 (Presberg – Stephanshausen – Johannisberg – Geisenheim – Rüdesheim), 185 (Marienthal – Geisenheim – Hallgarten) und 187 (Assmannshausen – Aulhausen – Rüdesheim) bleiben die regulären Linienwege komplett erhalten.

Die wichtigsten Verknüpfungspunkte mit dem Schienenersatzverkehr liegen in Geisenheim an den Haltestellen „Chauvignystraße“ und „Rheingauresidenz“, in Mittelheim an der Haltestelle „Bahnhof/Altersheim“ sowie in Rüdesheim an den Haltestellen „Rheinhalle Nord/Süd“. Da diese Haltestellen bereits heute von den genannten Linien bedient werden, sind größere Änderungen nicht erforderlich.

Lediglich einzelne Fahrten im Schülerverkehr werden angepasst: Schulfahrten zwischen der Hildegardisschule und dem Bahnhof fahren künftig die Haltestellen an der Rheinhalle an, wo ein direkter Übergang zum Schienenersatzverkehr möglich ist.

Unveränderte Verbindungen im Wispertaunus

Für die Linien 191 (Ransel – Wollmerschied – Espenschied – Lorch) und 192 (Presberg – Ranselberg – Lorch) sind keine Änderungen vorgesehen. Der Umstieg zum Schienenersatzverkehr erfolgt weiterhin am Bahnhof Lorch.

Besonders wichtig für viele Schülerinnen und Schüler: Die morgendliche Fahrt 191/007 (Abfahrt 5:52 Uhr in Ransel altes Rathaus), die den Anschluss an die Züge beziehungsweise Ersatzbusse in Richtung Wiesbaden herstellt, bleibt unverändert bestehen. Zwischen 7.02 Uhr und 7.08 Uhr verkehren dort vier Gelenkbusse des SEV an die Schulstandorte Geisenheim und Rüdesheim.

Fokus auf zuverlässige Anschlüsse

Mit den Anpassungen reagiert die RTV auf die besonderen Anforderungen der mehrmonatigen Streckensperrung. „Wo immer möglich, werden Buslinien direkt an die Haltestellen des Schienenersatzverkehrs herangeführt, um Wege zu verkürzen und Umstiege komfortabler zu gestalten. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Auswirkungen der Generalsanierung für Pendlerinnen und Pendler, Schülerinnen und Schüler sowie Freizeitfahrgäste möglichst gering zu halten,“ erklärt Arno Brandscheid, Vorsitzender der Geschäftsführung der RTV.

Weitere Informationen sowie die Baustellenfahrpläne sind unter www.r-t-v.de zu finden.

Die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft mbH (RTV) ist der serviceorientierte Mobilitätsdienstleister im Rheingau-Taunus-Kreis. Wir organisieren und verantworten die lokalen ÖPNV-Busverkehre im Landkreis. Aktuell sind täglich rd. 160 Fahrzeuge der von uns beauftragten Verkehrsunternehmen im Einsatz. Jährlich werden mit allen Linien über 6,2 Mio. km zurückgelegt. Als Partner des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) ist die RTV eine 100%ige Tochtergesellschaft des Rheingau Taunus Kreises.

Weitere Informationen

Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft mbH, Aarstr. 133A, 65232 Taunusstein, Tel.: 0 61 24/ 7 26 59 14, www.r-t-v.de.