Ab 2030 sollen sich bei uns sieben Rotoren drehen
Nachdem wir, die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Niedernhausen, am 8. Oktober 2023 in einem Bürgerentscheid für den Bau von Windkraftanlagen auf den von der Landesregierung ausgewiesenen Vorranggebieten votiert haben und im Herbst 2025 die Mainova AG mit Entwicklung, Bau und Betrieb der Windkraftanlagen beauftragt wurde, konnten die komplexen Vertragsverhandlungen zwischen den drei betroffenen Kommunen Niedernhausen, Idstein und Eppstein sowie der Mainova AG beginnen. Unterstützung holten sich die drei Kommunen dabei von der Rechts- und Wirtschaftsberatung Sterr-Kölln & Partner (SKP) aus Freiburg, die bereits die Stadt Idstein und die Gemeinde Hünstetten bei deren gemeinsamen Windkraftprojekt beraten hat. Nach dem Erstgespräch mit Mainova am 27.11.25 wurden Entwürfe für Nutzungs- und Pachtverträge ausgearbeitet und es war geplant, diese im Februar und Anfang März 2026 zu diskutieren und dann möglichst zeitnah für eine Beschlussvorlage zu finalisieren. Einem Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 29. April 2026 ist nun zu entnehmen, dass unsere Bürgermeisterin Lucie Maier-Frutig davon ausgeht, dass die Verträge „bis zu den Sommerferien abgestimmt und gezeichnet sind sowie die Frage der Pachtaufteilung abschließend geklärt ist.“
Die Frankfurter Rundschau hat ihre Informationen weitgehend vom Bürgermeister der Stadt Eppstein Alexander Simon. Danach ist davon auszugehen, dass zwischen Königshofen und Engenhahn am Kamm der Hohen Kanzel drei Windräder platziert werden und auf dem Gebiet hinter dem Eselskopf in der Nähe des Hohlen Stein sowie zwischen Königshofen und Naurod an den Hängen zum Theißtal jeweils zwei Windräder aufgestellt werden.
Laut Simon soll ein Pooling-Modell angewendet werden. Die drei Kommunen haben also gemeinsam mit Mainova über die Pacht verhandelt, nicht einzeln. Für die Pachtverteilung soll wohl nicht allein entscheidend sein, auf wessen Grundstück ein Windrad steht, vielmehr wollen sich Niedernhausen, Idstein und Eppstein auf einen Verteilschlüssel einigen. Interessant ist für Niedernhausen, dass als Kriterium für den Verteilschlüssel in dem Artikel nicht nur der jeweilige Flächenanteil genannt wird, sondern auch die Betroffenheit der Bürger vor Ort.
Bis genauere Informationen vorliegen, werden noch einige Wochen vergehen. Aus Niedernhausen heißt es dazu: „Sobald belastbare Ergebnisse vorliegen, werden wir zu gegebener Zeit informieren.“
Der Mehrheit der Entscheidungsträger in Niedernhausen dürfte aber inzwischen wohl klar sein, dass erneuerbare Energien die Abhängigkeit von Energielieferungen zumindest reduzieren und dies aufgrund der Weltlage neben dem Klimaschutz und der Pachteinnahmen eine ganz essentielle Begründung ist für den Bau von Windkraftanlagen hier bei uns in Niedernhausen.
Bündnis Pro-Windkraft Niedernhausen, https://nachhaltiges-niedernhausen.de
