Tatjanas Auto-Tipp

Allmählich rückt der Sommerurlaub ins Blickfeld – höchste Zeit also, den Caravan fit für die Saison zu machen. 14. Mai

„Vor der ersten Ausfahrt empfehlen wir einen gründlichen Technikcheck“, rät Tatjana-Trömner Gelbe vom TÜFA-­Team in Niedernhausen.

Viele wichtige Prüfpunkte lassen sich dabei auch in Eigenregie erledigen.

Ganz oben auf der Liste stehen die Reifen. „Camper-Reifen nutzen sich oft weniger durch das Fahren ab – sie altern vielmehr durch lange Standzeiten“, so Tatjana Trömner-Gelbe. Deshalb sollten Pneus, die älter als sieben Jahre sind, besonders sorgfältig geprüft werden. Ist ein Wechsel notwendig, empfehlen sich sogenannte Schwerlastreifen:

Sie sind zwar etwas teurer, bieten aber gerade in kritischen Situationen wie Vollbremsungen oder bei hoher Belastung zusätzliche Sicherheitsreserven.

Auch die Gasanlage verdient besondere Aufmerksamkeit.

Unabhängig von den vorgeschriebenen Prüfintervallen sollten alle Komponenten regelmäßig auf Risse und Beschädigungen kontrolliert werden – vor allem nach der Winterpause.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die elektrische Anlage inklusive Beleuchtung. Funktioniert etwas nicht, liegt es nicht immer an einer defekten Sicherung oder Glühbirne.

Häufig sind Kontakte während der Standzeit korrodiert und müssen lediglich gereinigt werden. Das betrifft sowohl die Steckdose am Zugfahrzeug als auch den Anschluss am Wohnwagen. Ein Kontaktspray vor und nach der Saison kann hier vorbeugend wirken.

Nach längerer Standzeit zeigt auch die Auflaufbremse gelegentlich Schwächen. Daher empfiehlt das TÜFA-TEAM: Wohnwagen ankoppeln, Bremse betätigen und die Funktion überprüfen. Zusätzlich sollten die Schmiernippel der Auflaufbremse etwa alle 1.000 Kilometer gefettet werden – bei längeren Fahrten gerne auch zwischendurch. Ebenso profitieren die Stützen des Caravans von einer regelmäßigen Schmierung. Zum Saisonstart gehört außerdem die Funktionsprüfung aller wichtigen Einrichtungen wie Toilette, Herd und Kühlschrank. Und nicht zuletzt sollte sich auch der Fahrer wieder an das Gespann gewöhnen: Breite, Kurvenverhalten und

Übersicht unterscheiden sich deutlich vom normalen Pkw. Eine ausgedehnte Probefahrt ist daher sehr empfehlenswert – für Einsteiger kann auch ein Fahrsicherheitstraining sinnvoll sein.

Grundsätzlich gilt für Wohnwagengespanne in Deutschland ein Tempolimit von 80 km/h.

Unter bestimmten technischen Voraussetzungen ist jedoch eine Zulassung für 100 km/h möglich. Die entsprechende Prüfung und Beratung bietet auch das TÜFA-TEAM in Niedernhausen an.

Die Genehmigung erfolgt anschließend durch die zuständige Behörde und wird durch die Tempo-100-Plakette am Anhänger kenntlich gemacht.

Ihr TÜFA-TEAM